Iranische Ärztin berichtet über wissenschaftlichen Fortschritt, Liebe zur Heimat und Hidschab – ParsToday im Gespräch mit Mandana Pourian
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ParsToday – Die iranische Ärztin Dr. Mandana Pourian, Absolventin der Farzanegan-Eliteschule, gewann den ersten Platz beim wissenschaftlichen Charizmi-Festival, erhielt die nationale Silbermedaille der Biologie-Olympiade und belegte den ersten Rang bei der medizinischen Vorprüfung.
(last modified 2026-05-21T10:09:34+00:00 )
May 20, 2026 11:40 Europe/Berlin
  • Iranische Ärztin Dr. Mandana Pourian
    Iranische Ärztin Dr. Mandana Pourian

ParsToday – Die iranische Ärztin Dr. Mandana Pourian, Absolventin der Farzanegan-Eliteschule, gewann den ersten Platz beim wissenschaftlichen Charizmi-Festival, erhielt die nationale Silbermedaille der Biologie-Olympiade und belegte den ersten Rang bei der medizinischen Vorprüfung.

Wie ParsToday berichtet, arbeitet Dr. Mandana Pourian derzeit in der Radiologieabteilung des Krebsinstituts des Imam-Khomeini-Krankenhauses in Teheran. In ihrem Fachgebiet gilt sie als engagiert und wissenschaftlich auf dem neuesten Stand. Sie spricht mit großer Verbundenheit über Iran und bezeichnet den Aufbau eines „fortschrittlichen islamischen Iran“ als ihren größten Wunsch. ParsToday führte ein ausführliches Gespräch mit der iranischen Medizinerin, aus dem nachfolgend Auszüge veröffentlicht werden.

„Die Medizin ist ein Dienst am Menschen“

Auf die Frage nach ihrem beruflichen Werdegang erklärte Dr. Pourian:

„Ich bin Fachärztin für Radiologie und Fellow für Brustbildgebung, Mitglied des wissenschaftlichen Lehrkörpers der Universität für Medizinische Wissenschaften Teheran und arbeite in der Radiologieabteilung des Krebsinstituts des Imam-Khomeini-Krankenhauses. Neben meiner beruflichen Tätigkeit bin ich Mutter von zwei Kindern und interessiere mich für Natur und Poesie.“

Über ihre Motivation für die Medizin sagte sie:

„Die Medizin ist ein äußerst wertvoller Beruf, weil sie mit Gesundheit und Leben der Menschen verbunden ist. Jeder Schritt, der Menschen hilft, ohne Schmerz und Leid zu leben, besitzt großen Wert. Genau das hat mein Interesse an der Medizin geweckt.“

Besonders die Radiologie habe sie angesprochen, weil sie sowohl wissenschaftlich als auch dynamisch sei und zugleich dem eigenen Charakter entspreche. „Je mehr Zeit vergeht, desto zufriedener bin ich mit meiner Entscheidung“, sagte sie.

„Trotz westlicher Sanktionen entwickelt sich Iran auf Weltniveau“

Dr. Pourian äußerte sich auch zur Entwicklung der Krebsmedizin in Iran:

„In diesem Bereich wurden und werden zahlreiche Studien und Forschungen durchgeführt. Wir verfügen über gute Behandlungsmöglichkeiten. Auch in der Radiologie gibt es bedeutende Fortschritte. Heute arbeiten wir mit Technologien, die sich international teilweise noch in der Forschungsphase befinden.“

Sie betonte zudem den Einsatz Künstlicher Intelligenz bei Analysen und erklärte:

„Trotz der westlichen Sanktionen bewegen wir uns wissenschaftlich Seite an Seite mit der Welt.“

„Der Hidschab gibt mir Sicherheit und Selbstvertrauen“

Auf ihre vollständige islamische Kleidung angesprochen, erklärte Dr. Pourian:

„Bedeckung gehört zum Wesen des Menschen. Sie steht in direkter Verbindung zu Schamgefühl und Würde, besonders bei Frauen. Auch aus religiöser Sicht besitzt sie große Bedeutung. “

Im Islam werde Frauen aufgrund ihrer besonderen Ausstrahlung der Hidschab empfohlen. „Eine Frau mit Hidschab bewegt sich in vielen sozialen Beziehungen freier und sicherer“, sagte sie.

Der Hidschab habe ihre berufliche Tätigkeit niemals erschwert. Im Gegenteil:

„Für mich ist er ein Schutz, der mir ermöglicht, mit mehr Selbstvertrauen in Gesellschaft und Beruf präsent zu sein.“

„Keine Heimat ersetzt Iran“

Besonders emotional sprach Dr. Pourian über ihre Beziehung zu Iran:

„Ich empfinde eine tiefe Verantwortung gegenüber meiner Gesellschaft und meinem Land. Gegenüber dem Blut der Märtyrer, die für dieses Land ihr Leben gegeben haben, fühle ich mich verpflichtet.“

Auf die Frage welche Stellung Iran für sie hat erklärte sie:

„Nichts kann die Heimat ersetzen. Das Gefühl von Ruhe und Zugehörigkeit, das ich unter meinen Landsleuten und in dem Land empfinde, in dem ich geboren wurde und verwurzelt bin, könnte ich nirgendwo sonst auf der Welt finden.“

Auch über die Gefallenen sprach sie mit großer Hochachtung:

„Ich respektiere die Märtyrer zutiefst. Für mich waren sie besondere Menschen, die ihr Leben für die Heimat geopfert haben. Ihr Opfer verpflichtet mich, in Iran zu bleiben und den Menschen zu dienen.“

Iranische Ärztin Dr. Mandana Pourian

„Mein Wunsch ist ein fortschrittlicher islamischer Iran“

Während des Krieges blieb Dr. Pourian bewusst in Teheran. Sie erklärte:

„Der Krieg war für mich eine Gelegenheit, mich selbst besser kennenzulernen. Ich fragte mich, welchen Beitrag ich leisten kann. Ich habe erklärt, dass ich überall dort zur Verfügung stehe, wo meine medizinische Expertise gebraucht wird.“

Durch diese Erfahrungen sei ihre Liebe zu Iran noch stärker geworden.

Familienleben mit einem Herzchirurgen

Dr. Pourian berichtete außerdem über ihr Familienleben:

„Mein Ehemann ist Herzchirurg und Mitglied des wissenschaftlichen Lehrkörpers der Universität. Wir sind seit etwa 14 Jahren verheiratet und haben einen Sohn und eine Tochter.“

Das Leben mit einem Arzt sei naturgemäß eng mit dem Beruf verbunden. Lange Bereitschaftsdienste, schwere Operationen und Unterricht führten dazu, dass ihr Mann oft wenig Zeit habe. Dennoch habe sie sich bewusst für diesen gemeinsamen Weg entschieden.

„Er ist nicht nur mein Ehemann, sondern auch mein Freund und Kollege. Ich versuche, ihn zu unterstützen und seine berufliche Entwicklung nicht zu behindern. Unser Land braucht solche Spezialisten dringend.“

„Iran ist voller Schönheit und Wunder“

Neben der Medizin interessiert sich Dr. Pourian für Literatur, besonders Poesie, Kunst, Musik und Reisen.

Besonders eindrücklich schilderte sie eine Reise nach Qeschm, einer Insel im Persischen Golf:

„Während einer Bootsfahrt dachte ich die ganze Zeit daran, wie unmöglich es ist, auch nur einen Zentimeter dieses Landes an Feinde abzugeben. Das ist für mich unvorstellbar. Ich wäre bereit, mein Leben zu geben, aber niemals das Land.“

Iran sei voller Schönheit und Wunder, sagte sie, und genau das versuche sie auch ihren Kindern zu vermitteln.

„Iran braucht nichts außer Menschen, die es bewahren“

Zum Abschluss des Gesprächs erklärte Dr. Pourian:

„Iran besitzt alles – Berge, Ebenen, Meere, Bodenschätze und eine intelligente, kultivierte Bevölkerung. Aus religiöser wie auch nationaler Sicht ist Iran ein außergewöhnliches Land.“

Es sei Aufgabe der heutigen Generation, die Schönheit und Größe dieses Landes an kommende Generationen weiterzugeben:

„Mit jedem Mittel und jeder Fähigkeit, die wir besitzen, müssen wir Iran bewahren und den kommenden Generationen näherbringen.“