Araghchi: Sardasht ist mehr als nur eine Stadt – sie ist das Symbol des Leids eines Volkes
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Der iranische Außenminister Abbas Araghchi
ParsToday– Der iranische Außenminister sagte: „Sardasht ist nicht nur eine Stadt, sondern ein Symbol für das Leid eines Volkes, das Opfer verbotener Waffen wurde und dennoch niemals vor Unterdrückung und Aggression zurückgewichen ist.“
Anlässlich der Gedenkfeier für die Opfer des Chemiewaffenangriffs auf Sardasht durch das Baath-Regime während des achtjährigen Iran-Irak-Krieges schrieb der iranische Außenminister Abbas Araghchi in einer Botschaft: „Der 39. Jahrestag der tragischen Chemiewaffenbombardierung der nordwestiranischen Stadt Sardasht sowie der Nationale Tag des Kampfes gegen chemische und biologische Waffen werden begangen, während die Geschichte der Welt ein weiteres blutiges, aber zugleich ruhmreiches Kapitel des Leidens und des Widerstands des iranischen Volkes vor Augen führt. Es scheint, als habe das Rad der Geschichte nach Jahrzehnten dieselbe große Prüfung erneut gestellt – eine Prüfung zwischen Wahrheit und Lüge, zwischen Licht und Dunkelheit, zwischen menschlicher Würde und dem Bösen sowie zwischen den Kräften des Lichts und den Kräften der Finsternis.“
In der Botschaft hieß es: „Die aggressive Militäraktion der USA und des israelischen Regimes gegen das iranische Staatsgebiet sowie die Angriffe auf Zivilisten, darunter Frauen, Kinder, Schülerinnen und Schüler und insbesondere die gezielte Tötung des Revolutionsführers erinnern an die gefährliche Logik, die sich bereits vor Jahrzehnten in der Unterstützung des Einsatzes chemischer Waffen gegen das iranische Volk und in der Zusammenarbeit mit dem Regime Saddam Husseins zeigte.“
Araghchi schrieb weiter: „Die Geschichte belegt eindeutig, dass die Unterstützung und das Schweigen einiger westlicher Staaten gegenüber der Ausrüstung des Saddam-Regimes mit Massenvernichtungswaffen und deren umfangreichem Einsatz gegen die Bevölkerung Irans und des Iraks eine unbestreitbare Rolle bei dieser menschlichen Tragödie spielten. Heute gehen dieselben Akteure, die damals die Verbrechen des Saddam-Regimes unterstützten, noch einen Schritt weiter und treten selbst offen als Aggressoren auf. Sie verletzen in eklatanter Weise die Grundprinzipien des Völkerrechts und der Menschlichkeit. Gleichzeitig verfallen zahlreiche Staaten erneut in beschämendes Schweigen und sehen dem Recht des Stärkeren tatenlos zu.“
Er fügte hinzu: „Vor 39 Jahren schrieb das irakische Baath-Regime mithilfe verschiedenster Chemiewaffen und unter dem Schutz, der Ausrüstung und dem Schweigen westlicher Mächte – insbesondere der USA, Deutschlands und Großbritanniens – eines der dunkelsten Kapitel der jüngeren Geschichte. Dieses Verbrechen kostete Hunderte unschuldige Menschen das Leben und die schmerzhaften Folgen begleiten bis heute Tausende Opfer chemischer Waffen.“
Weiter hieß es: “Sardasht ist für uns nicht nur eine Stadt oder eine schmerzliche Erinnerung, sondern ein lebendiges Zeugnis dafür, dass Recht über Unrecht, Wahrheit über Verfälschung und Gerechtigkeit über Unterdrückung siegen kann. Das iranische Volk hat im Laufe seiner Geschichte bewiesen, dass es sich niemals Gewalt oder Aggression beugen wird. Als Sardasht von Tod und Senfgas überzogen wurde, schlugen seine Wurzeln nur noch tiefer in den Boden der iranischen Ehre.“
So wie die Menschen von Sardasht nach dieser gewaltigen Tragödie standhaft geblieben seien, verteidige das große iranische Volk auch heute mit Einheit, Zusammenhalt und Entschlossenheit seine Würde, seinen Stolz und seine Unabhängigkeit, so Araghchi weiter.
Als größtes Opfer chemischer Waffen in der modernen Geschichte verurteile die Islamische Republik Iran den Einsatz dieser unmenschlichen Waffen zu jeder Zeit, durch jeden Akteur und unter allen Umständen. Sie bleibe eine der führenden Stimmen im Kampf gegen Massenvernichtungswaffen und setze sich für eine Welt ohne solche Waffen ein, erklärte er.