Ghalibaf: Mit den USA kann nur verhandeln, wer auf einen Krieg vorbereitet ist
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ParsToday– Der iranische Parlamentspräsident erklärte bei einem Treffen mit dem Präsidenten des indonesischen Volksberatungsrates, dass Indonesien aus iranischer Sicht eine Nation mit einer ausgeprägten antiimperialistischen Haltung und einem entschlossenen Einsatz gegen das israelische Regime sei.
(last modified 2026-07-12T05:37:41+00:00 )
Jul 11, 2026 09:04 Europe/Berlin
  • Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf trifft den Präsidenten des indonesischen Volksberatungsrates Ahmad Muzani
    Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf trifft den Präsidenten des indonesischen Volksberatungsrates Ahmad Muzani

ParsToday– Der iranische Parlamentspräsident erklärte bei einem Treffen mit dem Präsidenten des indonesischen Volksberatungsrates, dass Indonesien aus iranischer Sicht eine Nation mit einer ausgeprägten antiimperialistischen Haltung und einem entschlossenen Einsatz gegen das israelische Regime sei.

Laut ParsToday unter Berufung auf die Nachrichtenagentur IRNA sagte der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf am Freitagnachmittag bei einem Treffen mit Ahmad Muzani, dem Präsidenten des indonesischen Volksberatungsrates: „Wir haben niemals einen Krieg angestrebt. Doch nach der Logik des Korans sind wir verpflichtet, Widerstand zu leisten und uns der Unterdrückung nicht zu beugen. Deshalb wird sich das iranische Volk niemals dem Unrecht ergeben.“

Er betonte, die Stärke der Islamischen Revolution beruhe auf ihrer aus dem Koran abgeleiteten Werteordnung. Die USA, das israelische Regime und die NATO hätten vor dem jüngsten Krieg geglaubt, Iran innerhalb weniger Tage zur Kapitulation zwingen zu können. Sie hätten jedoch schnell erkannt, dass sie ihre Ziele nicht erreichen würden, und die Welt habe gesehen, dass sie gegenüber Iran gescheitert seien.

Ghalibaf führte weiter aus, dass der jüngste Krieg die Überlegenheit der Vereinigten Staaten erschüttert habe. Wirtschaftlicher, politischer und medialer Druck hätten die USA und Israel in Bedrängnis gebracht, weshalb Washington schließlich eine Waffenruhe erzwungen habe.

Er unterstrich, dass Iran den USA nicht vertraut, und sagte: „Während der Verhandlungen habe ich dem US-Vizepräsidenten klargemacht, dass wir keinerlei Vertrauen in Sie haben. Meiner Auffassung nach können nur diejenigen mit den USA verhandeln, die auf einen Krieg vorbereitet sind.“

Er fügte hinzu, Iran habe daher niemals auf seine Verteidigungsbereitschaft verzichtet. Sollte Washington das Rahmenabkommen erneut verletzen, sei Iran jederzeit bereit, sein Land umfassend zu verteidigen, den USA entschlossen entgegenzutreten und die Rechte des iranischen Volkes durchzusetzen.

Mit Blick auf die wirtschaftlichen Belastungen der USA infolge des jüngsten Krieges sowie die innenpolitischen Schwierigkeiten des Landes erklärte Ghalibaf, Washington habe die militärische Stärke und Einsatzbereitschaft Irans zu spüren bekommen und wisse, dass Iran nicht nachgeben werde.

Zugleich betonte er, dass die Beendigung des Krieges zwar für alle Staaten Priorität habe, jedoch müsse allen klar sein, dass dieser Konflikt niemals mit einer Kapitulation Irans enden werde.

Ghalibaf ist der Ansicht, dass die muslimischen Staaten und Völker erkennen müssten, dass sie den USA und dem israelischen Regime entschlossen entgegentreten sollten. Die Erfahrung der Islamischen Republik Iran habe gezeigt, dass dieser Weg erfolgreich sein könne.

Darüber hinaus sprach sich der iranische Parlamentspräsident für einen Ausbau der wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Zusammenarbeit zwischen Iran und Indonesien aus. Insbesondere forderte er eine Intensivierung der parlamentarischen Beziehungen, um die bilaterale Kooperation weiter zu fördern.

Der Präsident des indonesischen Volksberatungsrates begrüßte seinerseits die Bemühungen um die Beendigung des Krieges zwischen Iran und den USA. Er erklärte: „Wir sind überzeugt, dass das iranische Volk Frieden anstrebt, und ich denke, dass Ihre Bemühungen zu einer friedlichen Lösung beitragen können.”