Islam, Ethik und Zivilisation: Botschaft der religiösen Führer der BRICS an die heutige Welt
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Muslimische Religionsführer aus den Mitgliedsstaaten der BRICS
ParsToday – Muslimische Religionsführer aus den Mitgliedsstaaten der BRICS haben in einer gemeinsamen Erklärung ihre offiziellen Positionen zu den wichtigsten globalen Fragen dargelegt und betont, dass die Zerstörung der gesunden Familienstruktur eine ernste Bedrohung für die Zukunft der Menschheit darstellt.
Das Gipfeltreffen der muslimischen Religionsführer aus zehn BRICS-Staaten fand in Rio de Janeiro (Brasilien) unter Beteiligung von Mohammad Mehdi Imanipour, dem Leiter der Organisation für Kultur und islamische Beziehungen Irans, statt. Laut ParsToday verabschiedeten die Teilnehmer am Ende des Treffens eine Erklärung, in der sie ihre Sicht zu den zentralen globalen Herausforderungen darlegten.
In der Erklärung heißt es: „Das Prinzip der Einheit in Vielfalt, das tief in den Lehren des Islam verwurzelt ist, verdeutlicht unseren gemeinsamen Willen, eine multipolare und geeinte Welt aufzubauen. Diese braucht kein einheitliches System, sondern basiert auf gegenseitigem Respekt gegenüber alten Traditionen sowie kulturellen, religiösen und zivilisatorischen Besonderheiten.“
Die BRICS-Staaten bekräftigten ihre Unterstützung für die Politik der Abstimmung zwischen den Führungen und Regierungen der Mitgliedsländer sowie für deren unermüdliche Bemühungen, die geistigen und moralischen Werte zu bewahren und zu fördern, auf denen seit Jahrhunderten die menschliche Zivilisation und ihr Entwicklungsmodell basieren.
Die muslimischen Mitglieder der BRICS erklärten, dass angesichts des kulturellen Reichtums, der die Völker der Mitgliedsstaaten prägt, die Stärkung und Vertiefung des interethnischen und interreligiösen Dialogs ein entscheidender Faktor für die Fortsetzung konstruktiver und fruchtbarer Zusammenarbeit innerhalb dieser Organisation sei. „Wir sind überzeugt, dass die Zerstörung der gesunden Familienstruktur die Menschheit mit katastrophalen Folgen bedroht. In der gegenwärtigen Lage ist es unsere vordringliche Aufgabe, alle Anstrengungen zu unternehmen, um gesunde Familienwerte unter den Jugendlichen zu bewahren und zu stärken – auch durch enge Zusammenarbeit mit Vertretern anderer Religionen und allen gesunden Kräften der Gesellschaft.“
Weiter heißt es in der Erklärung: „Wir verurteilen jede Form von Hasspropaganda, Extremismus, Terrorismus und Faschismus. Ebenso lehnen wir jede Art der Herabwürdigung von Religionen und jegliche Tendenz zur Einschränkung der Rechte und Freiheiten der Gläubigen ab. Wir bekräftigen unser gemeinsames Interesse an der Ausweitung wissenschaftlicher, religiöser und humanitärer Zusammenarbeit zwischen islamischen Gemeinschaften und Organisationen in unseren Ländern.“