Europäische Geheimdienste wollen Kampf gegen Extremismus verstärken
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Soldaten nach den Terrorangriffen in Paris (im November): Maßnahmen gegen neue Attacken
Berlin (IRIB) - Europäische Geheimdienste wollen mit Hilfe eines virtuellen Netzwerks den Kampf gegen Extremismus verstärken.
Durch die Einrichtung einer neuen Plattform in der sogenannten Counter-Terrorism-Group (CTG) soll der Informationsaustausch in diesem informellen Zusammenschluss von 30 europäischen Nachrichtendiensten vereinfacht und beschleunigt werden.
Counter-Terrorism-Group, bestehend aus Geheimdiensten der 28 EU-Länder sowie Norwegens und der Schweiz, ihren neuen Plan bis vor Juli verwirklichen.
Die Angriffe vergangenen Jahres in Europa veranlassten diese Länder zu einem grenzübergreifenden Informationsaustausch.
Hans-Georg Maaßen, Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, erklärte: Die Terroranschläge in Europa, wie die jüngsten Angriffe in Frankreich, haben gezeigt, dass die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) und Al-kaida in internationalen Netzenwerken aktiv sind."
Um weitere Anschläge durch ausländische Kämpfer zu verhindern, müssten den europäischen Nachrichten- und Sicherheitsdiensten "alle relevanten Informationen" zur Verfügung stehen.
Der Chef des niederländischen Nachrichtendienstes AIVD und aktuelle CTG-Vorsitzende Rob Bertholee zeigte sich überzeugt, die vereinbarte operative Plattform werde die europäischen Nachrichten- und Sicherheitsdienste in die Lage versetzen, "Erkenntnisse zu ausländischen Kämpfern und der Bedrohung, die von ihnen und ihren Mitstreitern ausgeht, auf multilateraler Basis so schnell und umfassend wie möglich auszutauschen."