Deutschland prüft Alternative zu Tornado-Standort in Türkei
Berlin (IRIB/dw) - Die deutsche Bundeswehr prüft wegen der innenpolitischen Lage in der Türkei eine mögliche Verlegung der auf dem türkischen Nato-Stützpunkt Incirlik stationierten "Tornado"-Aufklärungsjets.
Konkrete Pläne für eine Verlegung gebe es aber noch nicht, zitiert die "Bild"-Zeitung einen Sprecher des Verteidigungsministeriums. Die Erkundung diene dazu, Alternativen für den Notfall zu entwickeln. Der Bundestag hatte bei der Verlängerung des Antiterrormandats von der Bundeswehr verlangt, auch Alternativstandorte zu prüfen, weil es zuvor Probleme mit dem Besuchsrecht deutscher Abgeordneter gegeben habe. Dies sei jetzt überwunden, sagte Merkel. Die Bundeswehr prüfe also nur vorsorglich mögliche andere Standorte für die Aufklärungs-Tornados. "Ob ein Abzug von Bundeswehrkräften aus Incirlik notwendig werden sollte, ist derzeit noch nicht absehbar", sagte der Sprecher. Falls doch, wäre eine Verlegung aber "in jedem Fall mit einer mehrere Wochen dauernden Pause der 'Tornado'-Einsatzflüge verbunden". Als Alternativen sind demnach Stützpunkte in Jordanien, Kuwait und auf Zypern im Gespräch.