Steinmeier spricht grundlegende Differenzen mit Trump an
Berlin/München(SZ/Tabnak/ParsToday)- Der scheidende deutsche Bundesaußenminister, Frank-Walter Steinmeier, hat in einem Interview, dass Verhältnis zu den Vereinigten Staaten unter Trump-Administration nicht leicht sein wird.
In einem Interview mit "Süddeutsche Zeitung"(Freitag-Ausgabe) äußerte sich der scheidende Außenminister zunächst zu dem Wahlkampf in den USA und erklärte: „Noch nie habe er einen Wahlkampf erlebt wie den vergangenen. "Ich war trotz langer Jahre in der Politik entsetzt über diesen amerikanischen Wahlkampf''.
Mit Blick auf das Abkommen zwischen Iran und G5+1 hielt Steinmeier alle Überlegungen für gefährlich, "das Atomabkommen in Frage zu stellen. "Der Vertrag habe einen Krieg in der Nahost-Region verhindert; entsprechend gefährlich wäre es, ihn aufzukündigen," betonte Steinmeier.
Dort machte der designierte Bundespräsident deutlich, dass es bei Differenzen mit Trump nicht um Kleinigkeiten, "sondern um Grundfragen unseres Selbstverständnisses, wie bei der Haltung zur Folter" geht.
Trump plädierte kürzlich für die Wiedereinführung von Folter und Waterboarding. "Wir müssen Feuer mit Feuer bekämpfen", sagte er in einem Interview mit dem US-Sender ABC am Mittwoch. Er denke absolut, dass diese Methoden funktionierten.
Die IS-Terrormiliz hacke Menschen die Köpfe ab, weil sie Christen seien. "Wenn ISIS Dinge tut, von denen niemand seit dem Mittelalter gehört hat, bin ich überzeugt von Waterboarding", sagte Trump über die Verhörmethode, bei der Verdächtige das Gefühl hat, zu ertrinken.
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