Zarif im BBC-Interview: USA sollen nicht provozieren
München(Presstv/Parstoday)- Irans Außenminister, Mohammad-Dschawad Zarif hat die USA aufgerufen, Iran durch Sanktionsandrohungen nicht zu provozieren.
In einem Interview mit dem BBC-Nachrichtensender heute in München, kritisierte Mohammad-Dschawad Zarif, dass die USA durch Sanktionen und Sanktionsandrohungen versuchen, Iran zu provozieren. Zarif unterstrich jedoch, dass Iran reagieren werde, wenn die USA Drohungen nicht unterließen.
Im Zusammenhang mit dem iranischen Raketenprogramm sagte Irans Außenminister, dass das Programm gegen kein Land gerichtet sei, sondern dass es der Verteidigung des Landes diene.
In Anspielung auf die antiranischen Äußerungen der Außenminister der USA, Türkei und Saudi-Arabiens auf der Münchener Sicherheitskonferenz sagte Zarif: " Ich fordere sie auf, das internationale Recht zu respektieren, sich von der Weitsicht walten zu lassen und sich nicht in ernsthafte Probleme hineinzustürzen."
Der amerikanischen Forderung nach weiteren Verhandlungen über das Atomabkommen mit G5+1 erteilte er eine Absage.
"Sollten die USA einseitig aus dem Atomabkommen aussteigen, dann hat Teheran verschiedene Optionen auf dem Tisch,"
Über die zunehmenden Spannungen in den amerikanisch-iranischen Beziehungen sagte er, Teheran habe kein Interesse am Konflikt, und glaube, dass Rationalität letztlich gewinnen werde".
Nach dem jüngsten Raketentest verhängte das US-Schatzministerium am 03. Februar des laufenden Jahres Sanktionen gegen iranische 12 Unternehmen, Institutionen und Personen.
Die USA behaupten, dass die iranischen Raketentests gegen die Resolution 2231 des UN-Sicherheitsrates verstoßen würden. Dies hat Iran mehrfach zurückgewiesen. Iran hat bisher des öfteren erklärt, dass die Raketentests lediglich der Verteidigung dienen und somit keine UN-Resolutionen verletzen.