200 Anti-IS-Kämpfer stammen aus Deutschland
Berlin (dpa/ParsToday) - In Syrien und dem Irak kämpfen nach Angaben des deutschen Inneministerium 200 freiwillige Kämpfer aus Deutschland an der Seite der Kurden gegen die IS-Terrormiliz.
69 von ihnen sollen einen deutschen Pass haben, teilte das Innenministerim mit. Nicht erfasst seien Personen, die sich den kurdischen Streitkräften im Irak, den sogenannten Peschmerga, anschließen wollten, berichtet die Neue Osnabrücker Zeitung heute unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag.
Von den seit 2013 ausgereisten freiwilligen Kämpfern seien bislang 102 zurückgekehrt, darunter 43 Deutsche, heißt es.
Drei deutsche Staatsbürger starben demnach aufseiten der Anti-IS-Koalition, einer soll bei einem türkischen Luftangriff auf ein syrisches Dorf.
Die Linken-Abgeordnete Ulla Jelpke kritisierte die Haltung der Justiz. Dass der Generalbundesanwalt keine Ermittlungen in dem Fall aufgenommen habe, sei skandalös. Die deutsche Regierung rät dringend davon ab, in die Kampfgebiete im Irak oder Syrien zu reisen.