Iran beschuldigt Deutschland israelische Verbrechen zu unterstützen
Teheran (Fars News/ParsToday/Press TV) - Iran hat Deutschland aufgefordert, seine Unterstützung für die verheerenden Verbrechen des zionistischen Regimes zu stoppen.
In einer Online-Erklärung hat der Sprecher des iranischen Außenministeriums Abbas Mousavi am Mittwoch eine Erklärung des Auswärtigen Amtes von Deutschland verurteilt, in der die Unterstützung der Bundesregierung für das Regime in Tel Aviv unterstrichen und "praktische Schritte gegen Iran zum Abbau der Spannungen" in der Region gefordert wurden. Mousavi forderte Deutschland auf, die Realitäten in der Region zu berücksichtigen, um eine wirksame und konstruktive Rolle bei der Schaffung von anhaltendem Frieden in der Region einnehmen zu können.
Der Sprecher des iranischen Außenministeriums sah zudem die Unterstützung für die Unterdrückten in der Region, darunter für das palästinensische Volk als humanitäre und islamische Verpflichtungen Irans an. Mousavi sagte, der einzige Weg, um die Lage im Nahen Osten wieder zu beruhigen und die Konflikte in der Region zu beenden, bestehe darin, Israels Aggressionen entgegenzuwirken. "Die Islamische Republik Iran sieht die Bekämpfung der destruktiven, störenden und unmenschlichen Aktionen Israels durch alle Parteien als einzigen Weg, um die Spannungen in der Region zu entschärfen", sagte er.
Die am Dienstag veröffentlichte Erklärung Deutschlands wurde als Reaktion auf die Äußerungen des Oberkommandants der iranischen Revolutionsgarde (Sepah) Zweisternegeneral Hossein Salami abgegeben, wonach sich das israelische Regime auf dem Weg vom Zusammenbruch befinde. Er hatte angemerkt, dass Teheran die Unterstützung der Palästinenser und anderer unterdrückter Menschen in der Region als ihre islamische und humane Verpflichtung ansieht.
Ein deutscher Verantwortlicher hatte am Montag Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgefordert, die Sicherheit Israels höher als "mögliche wirtschaftliche Interessen" zu stellen, die mit dem iranischen Atomabkommen (dem sogenannten umfassenden gemeinsamen Aktionsplan, JCPOA) einhergehen sollen. Der Beauftragte der Hessischen Landesregierung für jüdisches Leben und Kampf gegen Antisemitismus Uwe Becker sagte dazu, Berlin solle die Beziehungen zu Iran "einfrieren" und sich für Sanktionen gegen dieses Land einzusetzen, um seine Unterstützung für Israel zu zeigen.
Iran und die anderen Unterzeichner des umfassenden gemeinsamen Aktionsplan (JCPOA) - Großbritannien, Frankreich, China, Russland und Deutschland - haben sich darum bemüht, das Abkommen zu retten, aus dem die USA im Mai 2018 ausgestiegen ist. Die USA haben unter Präsident Donald Trump und mit direkter Unterstützung für das israelische Regime Wirtschaftssanktionen gegen Iran verhängt, um die Islamische Republik zu zwingen, ein neues Abkommen zu unterzeichnen.