Online-Petition in Deutschland will islamischen Gebetsruf verbieten
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Der Bau der Oberhausener Moschee sorgt für Wirbel (Symbolfoto)
Berlin (IRNA) - Hunderte deutsche Bürger haben eine Online-Petition gegen den öffentlichen Gebetsruf aus einer noch nicht vollständig gebauten Moschee in Oberhausen gestartet.
Einem Bericht der Onlineausgabe von Focus zufolge schrieben die "Vertreter der Bürgerinitiative" mit "Besorgnis" in der Petition, sie würden den Antrag auf eine religiöse Nutzung eines Lautsprechers im genannten Verkehrs- und Wohnraum für einen Gebetsruf der muslimischen Gemeinde, bekannt unter dem Begriff Muezzinruf zur Kenntnis nehmen. Auf Anfrage bei der Stadtverwaltung hieß es jedoch, dass ein solcher Antrag von den Muslimen noch gar nicht gestellt wurde. 1.310 Unterstützer haben bisher schon die Petition unterschrieben, von denen 400 aus Oberhausen stammen. Die deutsche Verfassung verbietet Gebetsruft nicht. In Deutschland rufen derzeit nur 30 Moscheen per Lautsprecher zum Gebet. Dr. Bekir Alboga, Generalsekretär der Türkisch Islamischen-Union (DITIB), weist die zentralen These der Petition allerdings entschiedend zurück. Der Muezzin-Ruf wäre keine Störung für Anwohner: "Die Stimmen sind nicht so stark wie Kirchenglocken."
Vor kurzem betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel als Reaktion gegen die rechtsextreme Partei "Alternative für Deutschland" (AfD), dass der Islam und die Muslime Teil der deutschen Gesellschaft seien.