Deutsche MV-Firmen hoffen auf Geschäfte mit Iran
Berlin (NDR.de/IRIB) - Nach der Umsetzung des gemeinsamen Aktionsplans zwischen dem Iran und der G 5+1 hofft die westliche Welt auf gute Geschäfte im Iran.
Die Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern wollen auch dabei mitmischen. Am Donnerstag kehrte eine von Infrastrukturminister Christian Pegel geleitete gemeinsame Wirtschaftsdelegation mit Sachsen und Sachsen-Anhalt von der ersten Markterkundungsreise in den Iran zurück. Aus Mecklenburg-Vorpommern waren 27 Vertreter von beispielsweise Arzneimittelherstellern, Luftfahrt-Dienstleistern und Windparkentwicklern mitgeflogen.
Dabei sei es in erster Linie darum gegangen, ein Gefühl für die iranische Geschäftskultur zu entwickeln, für den Bedarf an Produkten und Dienstleistungen sowie für die derzeitigen politischen und bürokratischen Rahmenbedingungen, hieß es aus Delegationskreisen. Für deutsche Unternehmen würden sich durch die Aufhebung der Sanktionen vollkommen neue Möglichkeiten ergeben, sagte Pegel. Er erinnerte daran, dass der Iran früher ein wichtiger Handelspartner für Deutschland gewesen sei und sehr deutschfreundlich sei.
Die Delegation hatte ein straffes Pensum zu absolvieren: Es gab von den Handelskammern organisierte Kontaktbörsen in Teheran und Isfahan, bei denen etliche vielversprechende Kontakte geknüpft worden seien, wie es hieß. Zudem gab es Gespräche mit hohen Regierungsvertretern - dem Minister für Öl und Energie, den Vizeministern für Landwirtschaft, Gesundheit und Transport sowie vielen weiteren fachlichen Entscheidern. Dabei seien einige verbindliche Folgeverabredungen sowie konkrete Ansätze etwa im Bereich erneuerbarer Energien und auch beim Getreidehandel über den vorpommerschen Hafen Vierow getroffen worden.
Pegel hofft auch beim Thema Wind- und Sonnenenergie im Iran mitmischen zu können. Mit 300 Tagen Sonnenschein im Jahr sei der Iran geradezu prädestiniert für die Nutzung der Solarenergie.