Regierungschefs Deutschlands und Österreichs fordern eine faire Verteilung von Flüchtlingen
Berlin(afp/dpa/irib)- Nach dem schweren Zerwürfnis zwischen Berlin und Wien haben Deutschlands Bundeskanzlerin , Angela Merkel, und ihr österreichischer Amtskollege, Christian Kern, bei einem Treffen in Berlin demonstrativ die guten Beziehungen zwischen beiden Ländern unterstrichen.
Wenn es unterschiedliche Meinungen gebe, habe man gelernt, sich "in gepflegter Art und Weise" darüber auszutauschen, sagte die Kanzlerin.
Unter Kerns Vorgänger Faymann war es zwischen Berlin und Wien zu einem Zerwürfnis gekommen. Grund war die Ankündigung neuer Kontrollen an den österreichischen Grenzen und die Festlegung einer Obergrenze für die Zahl der Migranten durch Wien
Merkel und Kern betonten die Gemeinsamkeiten beider Länder in der Flüchtlingspolitik und forderten eine faire Verteilung der Flüchtlinge in der EU.
Kern kritisierte, es sei nicht akzeptabel, dass einige Länder das nicht akzeptierten. „Hier geht es darum zu beweisen, dass Europa ein solidarisches Projekt zu sein hat“, verlangte Kern. Es gehe darum, wie das Thema Solidarität in der EU definiert werde.
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