Tiefe kulturelle Gemeinsamkeiten zwischen Iran und Japan
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ParsToday – Der japanische Botschafter in Iran hat unter Hinweis auf die umfangreichen kulturellen Gemeinsamkeiten beider Länder seine Bewunderung für die Modernität Teherans und die historische Größe Isfahans zum Ausdruck gebracht und die iranische Gastfreundschaft mit traditionellen japanischen Werten verglichen.
(last modified 2025-12-19T18:57:52+00:00 )
Dez 18, 2025 18:53 Europe/Berlin
  • Tiefe kulturelle Gemeinsamkeiten zwischen Iran und Japan
    Tiefe kulturelle Gemeinsamkeiten zwischen Iran und Japan

ParsToday – Der japanische Botschafter in Iran hat unter Hinweis auf die umfangreichen kulturellen Gemeinsamkeiten beider Länder seine Bewunderung für die Modernität Teherans und die historische Größe Isfahans zum Ausdruck gebracht und die iranische Gastfreundschaft mit traditionellen japanischen Werten verglichen.

Iran und Japan, zwei alte ostasiatische Zivilisationen, weisen trotz ihrer geografischen Entfernung tief verwurzelte kulturelle Gemeinsamkeiten in Bräuchen, Traditionen und im Übergang von der Tradition zur Moderne auf. Tamaki Tsukada, Japans Botschafter in Iran, hob diese Parallelen hervor und beschrieb die Zukunft der kulturellen Beziehungen zwischen beiden Ländern als vielversprechend.

Zivilisatorische Gemeinsamkeiten – von Gastfreundschaft bis zur Moderne

Tsukada bezeichnete Alltagskultur, den Respekt gegenüber älteren Menschen sowie die ausgeprägte Gastfreundschaft als zentrale Gemeinsamkeiten Irans und Japans. Der japanische Diplomat erklärte, dass beide Länder in den vergangenen 100 bis 150 Jahren vor ähnlichen Herausforderungen im Spannungsfeld zwischen Ost und West sowie zwischen Tradition und Moderne gestanden hätten.

Feste wie Nowruz und Yalda in Iran verglich er mit ähnlichen traditionellen Zeremonien in Japan und betonte, dass diese kulturellen Merkmale die Grundlage des gesellschaftlichen Verhaltens und auch der Diplomatie beider Länder bilden.

Großes Interesse iranischer Jugend an japanischer Kultur

Der japanische Botschafter zeigte sich erfreut über das große Interesse junger Iranerinnen und Iraner an japanischer Animation und der japanischen Sprache. Die japanische Botschaft spiele dabei eine unterstützende Rolle und organisiere unter anderem Veranstaltungen wie Anime-Filmvorführungen.

Tsukada lud iranische Jugendliche ein, an renommierten japanischen Kunsthochschulen zu studieren, und erinnerte an Japans Politik offener Türen für internationale Studierende.

Die Stellung der iranischen Kultur in Japan

In Japan bieten Universitäten wie Tokio und Osaka Studiengänge in persischer Sprache an, und zahlreiche Wissenschaftler befassen sich intensiv mit der alten Zivilisation Irans. Auch japanische Diplomaten erlernen Persisch. Tsukada bezeichnete die persische Sprache als anspruchsvoll, zugleich aber als faszinierend, und äußerte die Hoffnung, dass das allgemeine Interesse an Persisch in Japan weiter zunehmen werde.

Kultureller Austausch und gemeinsame Kulturwochen

Die Iran-Japan-Kulturwoche wird seit 17 Jahren in Folge veranstaltet und stand in diesem Jahr im Zeichen des zeitgenössischen japanischen Kinos. Ausstellungen wie „Ewiges Iran“ im Jahr 2024 sowie zuvor „Die Pracht Irans“ verdeutlichen den nachhaltigen Einfluss iranischer Kultur in Japan.

Der japanische Botschafter in Iran kündigte zudem die Planung einer großen Veranstaltung anlässlich des 100. Jahrestages der Aufnahme diplomatischer Beziehungen im Jahr 2029 an.

Persönliche Eindrücke – von iranischer Küche bis zu Reiseerlebnissen

Tsukada berichtete von seiner Vorliebe für iranische Gerichte. Teheran habe ihn durch seine Modernität und Dynamik beeindruckt, während Isfahan ihn mit seiner präzisen und filigranen Architektur inspiriert habe.

Zu seinen prägendsten Erlebnissen zählte er den Besuch des japanischen Friedhofs in Rey sowie seine Rückkehr nach Iran während des sogenannten Zwölf-Tage-Krieges.

Das Gespräch mit dem japanischen Botschafter in Iran zeichnet insgesamt das Bild einer tiefen und gewachsenen Verbindung, die über geografische Entfernungen hinausgeht und auf gemeinsamen ethischen Werten, gegenseitigem Respekt für das zivilisatorische Erbe sowie dem wachsenden Interesse der jungen Generation beruht. Durch Instrumente der Kulturdiplomatie und Initiativen wie Kulturwochen und Bildungsaustauschprogramme dürfte sich der Horizont der bilateralen Zusammenarbeit künftig weiter denn je öffnen.