Araghchi: Iran ist bei den Verhandlungen ernst/ Atomstreit kann nur auf diplomatischem Wege gelöst werden
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ParsToday– Der iranische Außenminister sagte: „Die Islamische Republik Iran strebt nach echten und ergebnisorientierten Verhandlungen. Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es jedoch Ernsthaftigkeit, gegenseitigem Willen und der Beseitigung des Misstrauens gegenüber dem Verhalten der amerikanischen Seite.”
(last modified 2026-04-03T06:25:11+00:00 )
Feb 10, 2026 05:01 Europe/Berlin
  • Der iranische Außenminister Abbas Araghchi
    Der iranische Außenminister Abbas Araghchi

ParsToday– Der iranische Außenminister sagte: „Die Islamische Republik Iran strebt nach echten und ergebnisorientierten Verhandlungen. Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es jedoch Ernsthaftigkeit, gegenseitigem Willen und der Beseitigung des Misstrauens gegenüber dem Verhalten der amerikanischen Seite.”

Der iranische Außenminister Abbas Araghchi sprach bei einem Treffen mit den in Iran ansässigen ausländischen Botschaftern anlässlich des 47. Jahrestages des Sieges der Islamischen Revolution über die jüngsten Verhandlungen zwischen Iran und den USA. Er erklärte: „Iran nimmt die indirekten Verhandlungen mit den USA ernst und strebt echte Gespräche an, um ein greifbares Ergebnis zu erzielen – vorausgesetzt, die andere Seite geht ebenfalls mit einer ergebnisorientierten Herangehensweise in die Verhandlungen.“

Araghchi führte aus, dass die „Mauer des Misstrauens gegenüber den USA durch das Verhalten der Regierungsverantwortlichen dieses Landes verursacht wird“, und fügte hinzu: „Immer wenn mit Gewalt gegen das iranische Volk gesprochen wurde, hat es Widerstand geleistet, und immer wenn mit Respekt und Ehre gesprochen wurde, hat es entsprechend reagiert.“

Der iranische Außenminister äußerte die Hoffnung, dass das notwendige Vertrauen gebildet werden könne, um die Verhandlungen voranzubringen. Er sagte: „Es ist zu hoffen, dass die Verhandlungen in eine Richtung gehen, die zu Ergebnissen führt, und dass die Diplomatie Spannungen und Konflikte überwinden wird.“

Araghchi betonte außerdem mit Blick auf die Außenpolitik der Islamischen Republik Iran: „Die Politik Irans besteht in einer engen Zusammenarbeit mit den Nachbarländern und gemeinsamen Anstrengungen zur Aufrechterhaltung von Frieden und Stabilität in der Region sowie zur Verhinderung einer Zunahme der Spannungen.“

Er fügte hinzu: „Vom 12-tägigen Krieg über die Entwicklungen in New York, den Appell einiger europäischer Länder an den Sicherheitsrat, die Unruhen vom 8. bis 10. Januar unter ausländischer Führung bis hin zum US-Militäreinsatz in der Region hat das iranische Volk eine Reihe von Ereignissen erlebt, von denen jedes einzelne für ein ganzes Jahr ausgereicht hätte.“

Mit Blick auf den 12-tägigen Krieg sagte der iranische Außenminister: „Zu Beginn des Krieges forderten einige die bedingungslose Kapitulation Irans, doch am letzten Tag wurde ein bedingungsloser Waffenstillstand gefordert. Deutlich wurde in all diesen Entwicklungen der Widerstand des iranischen Volkes, der alle Beteiligten einmal mehr zur Diplomatie führte.“

Araghchi erklärte weiter: „Es gibt keinen anderen Weg, den Atomstreit mit Iran zu lösen, als durch Diplomatie. Dies hat sich schon oft gezeigt.“

Der iranische Außenminister bezeichnete die separaten Telefonate mit den Außenministern der Türkei, Ägyptens und Saudi-Arabiens als „guten Anfang“ und bezog sich dabei auf die indirekten Gespräche zwischen Iran und den USA in Maskat. 

Laut dem Bericht begrüßten auch die Außenminister der regionalen Länder den Beginn der Gespräche in Maskat.