Baghestan, Qazvins 2.700 Hektar großes, jahrtausendealtes lebendiges Erbe
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ParsToday- Baghestan, eine uralte Agrarlandschaft rund um Qazvin, blickt auf eine mehr als tausendjährige Geschichte zurück. Sie erstreckt sich über rund 2.700 Hektar und gilt weithin als atemberaubendes grünes Juwel, das die Stadt umgibt.
(last modified 2026-09-07T05:09:55+00:00 )
Sep 06, 2026 08:47 Europe/Berlin
  • Baghestan, Qazvins 2.700 Hektar großes, jahrtausendealtes lebendiges Erbe
    Baghestan, Qazvins 2.700 Hektar großes, jahrtausendealtes lebendiges Erbe

ParsToday- Baghestan, eine uralte Agrarlandschaft rund um Qazvin, blickt auf eine mehr als tausendjährige Geschichte zurück. Sie erstreckt sich über rund 2.700 Hektar und gilt weithin als atemberaubendes grünes Juwel, das die Stadt umgibt.

Die meisten Touristen, die die im Nordwesten Irans, rund 130 Kilometer westlich von Teheran, gelegene Stadt besuchen, kennen Qazvin für seine zahlreichen historischen Denkmäler und architektonischen Schätze. Doch auch Baghestan, ein historisches Viertel in Qazvin, zählt zu den bemerkenswertesten Sehenswürdigkeiten der Stadt – eine außergewöhnliche Kulturlandschaft von regionaler und nationaler Bedeutung.

Im November 2023 wurde Baghestan von der FAO offiziell als 56. global bedeutendes Agrarerbesystem (GIAHS) anerkannt.

Mandel- und Pistazienbäume prägen diese traditionelle Gartenlandschaft und spiegeln das halbtrockene Klima der Region wider. Sie zeigen, wie sorgfältig die lokalen Gemeinschaften ihre landwirtschaftlichen Praktiken an die Umweltbedingungen angepasst haben. Auch Weinreben, Aprikosen- und Walnussbäume werden in den Gärten angebaut.

Chah-Khaneh: Historische Bauwerke im Herzen der Gärten

Der Chah-Khaneh, ein traditioneller Gartenpavillon, kann selbst als besondere Attraktion innerhalb von Qazvins Baghestan betrachtet werden.

Diese Bauwerke dienten einst den Gärtnern als Rastplätze und zugleich als Lagerräume. Man geht davon aus, dass es in Baghestan etwa 100 solcher Unterkünfte gab, von denen viele jedoch im Laufe der Zeit verschwunden sind.

Früher nutzten die Gärtner diese Strukturen häufig gemeinschaftlich. Manche lagerten dort auch vorübergehend ihre Ernte, bis die gesamte Ernte eingebracht und für den Markt bereit war.

Einige der erhaltenen Bauwerke stammen aus der Safawidenzeit, die jüngsten wurden während der Pahlavi-Ära errichtet. Mit dem Rückgang der Beschäftigung und der Landwirtschaft in den traditionellen Gärten gerieten diese Bauwerke jedoch allmählich in Vergessenheit.