Helga Schmid lehnt Neuverhandlungen des Atomabkommens mit Iran ab
Brüssel (Pars Today/Die Welt) - Die Generalsekretärin des Europäischen Auswärtigen Dienstes Helga Schmid hat jegliche neue Gespräche über das Internationale Atomabkommen abgelehnt.
In einem Gespräch mit der Zeitung "Die Welt" hat Schmid am Mittwoch gesagt: "Wir erwarten, dass alle beteiligten Länder sich an das Abkommen halten, solange der Iran das Abkommen umsetzt". Sie lehnte dem Bericht zufolge eine Neuverhandlung des Abkommens ab: "Man darf nicht vergessen, dass es sich hier um ein Nichtverbreitungsabkommen handelt, das seinen Zweck voll und ganz erfüllt. Daher besteht auch keine Notwendigkeit, neu zu verhandeln." Der Atomdeal sei kein Abkommen zur Regelung von regionalen Konflikten, betonte Schmid im Hinblick auf die Behauptungen des US-Präsidenten gegen Iran. Sie warnte zudem vor einer weiteren Eskalation: "Wir haben bereits eine Nuklearkrise mit Nordkorea, wir brauchen keine zweite Nuklearkrise im Nahen Osten." Das Abkommen sei "das Ergebnis von zwölf Jahren Verhandlungen unter nicht immer ganz einfachen Umständen", sagte Schmid. Es habe die Welt sicherer gemacht, betonte sie weiter.