Araghchi: In Sachen Atomabkommen wird Iran die USA isolieren
Teheran (IRINN) - Laut dem stellvertretenden iranischen Außenminister ist es Iran bei dem einjährigen diplomatischen Clinch gelungen, die europäischen Verbündeten von den USA zu trennen und die USA in Sachen Atomabkommen in eine totale Isolation zu treiben.
"Seit mehr als einem Jahr kämpft US-Präsident Donald Trump darum, das Atomabkommen zu beseitigen oder zumindest zu reformieren und zu ändern, was ihm aber nicht gelungen ist", sagte Abbas Araghchi am Samstag in einem Interview mit der Ersten Iranischen Fernsehen.
Er fügte hinzu, dass Trump nach seiner Machtübernahme erklärt hatte, er werde den Atomdeal in Stücke reißen und seine europäischen Verbündeten zur Mitwirkung überzeugen. Außerdem wollte er Iran zu einer Neuverhandlung der Vereinbarung zwingen. Alle diese Vorhaben sind jedoch gescheitert.
Desweiteren hatte, den Worten des iranischen Vizeaußenministers zufolge, Trump im Oktober 2017 gedroht, sollte es dem US-Kongress unter Mithilfe der europäischen Verbündeten nicht gelingen, eine Reformierung der Nuklearvereinbarung herbeizuführen, so werde er den Deal eigenmächtig beenden. Währenddessen hielt er weiterhin daran fest.
Araghchi unterstrich: "Die Europäer haben eine transparente Stellung gegenüber dem Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplan eingenommen."
Das Atomabkommen sei eine internationale Vereinbarung und nicht wieder verhandelbar. Es sei von Erfolg gekrönt und müsse gewahrt werden, so der iranische Diplomat.
Die Aussagen des US-Präsidenten darüber, er werde das Abkommen nicht noch einmal bestätigen, verstoße laut Araghchi gegen Absatz 26 - 28 - und 29 der Nuklearübereinkunft. "Irans Position ist absolut klar und die Frage zu Teherans Verteidigungs- und Raketenfähigkeiten ist keineswegs verhandelbar."