Stellungnahme des Revolutionsführers beim Treffen mit Märtyrerfamilien 
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Ajatollah Khamenei traf am 12. Dezember mit den Familien von Märtyrern zusammen, die in der Zeit der Heiligen Verteidigung oder für die Verteidigung der Heiligen Stätten ihr Leben geopfert haben.  Er lobte die Angehörigen der Opfer für ihre Geduld. Wir haben einen Sonderbeitrag zu diesem Treffen angefertigt.
(last modified 2025-01-01T12:50:18+00:00 )
Dez 19, 2018 00:38 Europe/Berlin
  • Stellungnahme des Revolutionsführers beim Treffen mit Märtyrerfamilien 

Ajatollah Khamenei traf am 12. Dezember mit den Familien von Märtyrern zusammen, die in der Zeit der Heiligen Verteidigung oder für die Verteidigung der Heiligen Stätten ihr Leben geopfert haben.  Er lobte die Angehörigen der Opfer für ihre Geduld. Wir haben einen Sonderbeitrag zu diesem Treffen angefertigt.

 

In der Geschichte aller Völker kommen Zeiten vor, in denen eine Gefahr nur durch  Opferbereitschaft abgewehrt werden kann und in denen hohe Ziele nur durch Opfer verwirklicht werden können. In solchen Zeiten erscheinen überzeugte und einsatzbereite Menschen auf der Arena.  Durch Hergabe ihres Lebens schützen sie Recht und Wahrheit. Wenn sie für die Sache Gottes sterben  werden sie im Islam Schahid – Märtyrer - genannt.

Vor kurzem empfing Ajatollah Khamenei, das geehrte Oberhaupt der Islamischen Revolution eine größere Anzahl von Familien, die im Laufe der Heiligen Verteidigung und der Verteidigung der Heiligen Stätten ihre Lieben verloren haben und dankte für ihre Geduld. Als erstes  beschrieb er die Tapferkeit der Märtyrer,  die in Anlehnung an die hohe  Bedeutung des  Kampfes auf Gottes Wegen (Dschihad) und des Todes für Gottes Sache (Schahadat)  ihre Aufgabe erfüllt  und bis zum letzten Atemzug ihre Heimat verteidigt haben. Er sagte über die Botschaft dieser Schuhada:

„Die Botschaft der Märtyrer ist in Wahrheit eine frohe Botschaft. Wir müssen besser hinhören, damit wir diese Botschaft wahrnehmen. Einige hören die Botschaft der Schuhada (der Märtyrer) nicht. Aber es gibt folgenden Vers im Heiligen Koran

وَ یَستَبشِرونَ بِالَّذینَ لَم یَلحَقوا بِهِم مِن خَلفِهِم اَلّا خَوفٌ عَلَیهِم وَ لا‌ هُم یَحزَنون،

„Und sie erwarten die, die hinter ihnen nachgekommen sind und sie noch nicht eingeholt haben, voll Freude darüber, dass auch sie nichts zu befürchten haben und nicht traurig sein werden.“

(aus Vers 170 der Sure 3 (Ale Imran) - Die Botschaft der Märtyrer ist die Frohbotschaft, nichts zu befürchten zu haben und keine Traurigkeit zu erleben ... Dies ist eine Botschaft für sie selber und ebenso für die, an die sie sich mit dieser Botschaft wenden. Deshalb hat der geehrte Imam (Imam Chomeini)  gesagt: `Ein Volk, welches den Märtyrertod kennt, kennt keine Gefangenschaft.` Wenn ihr es als ein großes Glück betrachtet, euch für die Sache Gottes zu opfern und ohne Furcht vor dem  Märtyrertod auf die Gefahr zugeht, kann keine Macht der Welt euch gegenüber standhalten."

                           

                           

Märtyrerfamilien treffen mit dem Revolutionsführer zusammen

 

Ein Volk mit einer festen Moral und Überzeugung kennt keine Niederlage.  Der Glaube an den Sinn des Märtyrertodes, hat den jungen Spross der Revolution in einen mächtigen Baum verwandelt. Das Revolutionsoberhaupt erklärte, der Erhalt des Mutes und des Geistes der Bereitschaft zum Schahadat unter der jungen gläubigen, und revolutionären Generation von heute verdeutliche, dass die Islamische Revolution um ein Vielfaches mehr gewachsen ist als dass sie Verluste hatte. Ajatollah Khamenei sagte: „Ihr seht heute, dass nach 40 Jahren, der junge gläubige Muslim, welcher weder Imam Chomeini  gesehen noch die Heilige Verteidigung erlebt hat, genauso wie  der junge Mensch zu Beginn der Revolution mit einem revolutionären Geist, mit Liebe und Mut , wie (die Märtyrer) Hemmat und Charazi, mitten auf die Arena kommt. Das meine ich, wenn ich sage, dass die gläubige Jugend von heute  nicht weniger motiviert ist, als die Jugend zu Beginn der Revolution, wenn nicht noch mehr.  Dies ist das Wachstum der Revolution. Dies ist ihr Wunder. Es ist das Wunder der islamisch-republikanischen Staatsordnung, dass sie diese starke, eherne, Einsatzbereitschaft mitbringende  Moral in Gestalt eurer heutigen Märtyrer rekonstruiert. Sie gereichen zur Ehre. Sie sind die Säulen dieser Revolution und dieses Landes. "

Der anti-imperialistische Charakter der Islamischen Revolution hat verhindert, dass der Feind die  Vorzüge im Besitz Irans ausnutzt. Dadurch wurden die Feinde in ihrer Absicht, die Islamische Staatsordnung zu vernichten, bestärkt. Sie haben neue Pläne auf die Tagesordnung gestellt, um die Verbreitung des Islams zu verhindern und Übergriffe auf das Territorium Irans, seine Identität, Kultur und seine  Erträge zu verüben.  In diesem Zusammenhang ist die Rolle der Revolutionsführung bezüglich der Aufklärung über den Feind und seine hinterlistigen Vorhaben ein wichtiger Faktor für den Erfolg der Islamischen Revolution und ihren Fortbestand. Auch bei diesem Treffen hat das Revolutionsoberhaupt in diese Richtung gewirkt, um die neuen Intrigen des Feindes zu vereiteln. Er  sagte:

„Der Islamische Iran löst durch seine Unabhängigkeit und seine Standhaftigkeit die Feindschaft der weltverschlingenden Mächte aus.  Sie möchten (den Islamischen Iran) unterwerfen. Sie möchten die Vorherrschaft (über Iran) erzielen. Sie wünschen sich einen Iran wie den vor der Revolution, als sie alle Angelegenheiten dieses Landes in der Hand hatten, wie es bei anderen, schwachen Ländern heute der Fall ist.  Ihr seht wie sie einem Land die Hand zur Freundschaft reichen (aber) sich von seinem Besitz abzwacken und wegnehmen,  und dann auch noch sagen: „Die sind unsere Milchkuh“. Sie möchten, dass unser lieber Iran, unser großer, ruhmreicher Iran und das mutige iranische Volk wie diese Länder unter ihrer Fuchtel sind. Dieses Ziel haben sie nicht erreicht und sie werden es mit Sicherheit auch in Zukunft nicht erreichen." 

                          

 

Ajatollah Khamenei verwies auf die  feindlichen Unternehmungen der Amerikaner in den letzten zwei Jahren, insbesondere die allseitigen Sanktionen und die Unterstützung von Feinden des Irans. Er sagte:  „Der US-Plan gegen das iranischen Volk ist aufgedeckt worden  und sie haben keinen neuen Plan mehr, der einen Schaden anrichten könnte. Sie haben versucht, was sie konnten – sogar ihr zukünftigen Pläne sind schon ans Tageslicht gekommen...Der US-Plan besteht darin  mit Hilfe der Sanktionen und Schritten, die die Sicherheit in unserem  Land gefährden,  einen Konflikt, Bürgerkrieg und Komplikationen hervorzurufen. Sie haben alles versucht. Die Amerikaner haben zu Beginn dieses (iranischen) Jahres (März 2018) bekannt gegeben, dass Iran einen konfliktreichen Sommer vor sich habe und nicht sein 40. Jubiläum erleben werde. Aber – sie können sich die Augen aus dem Kopf sehen – denn dieser Sommer war einer der besten Sommer und die iranische Nation ist vollkommen standhaft geblieben. Mit Gottes Beistand zum Erfolg wird sie im Bahman dieses Jahres (Februar 2019) ganz prächtig das 40. Jubiläum der Islamischen Revolution feiern.“

 

Um Entschlüsse über die Reaktion gegenüber dem Feind zu fassen, muss man seine Absichten erkennen und die Methoden, mit denen er diese Absichten zu realisieren versucht,  gedanklich rekonstruieren und ebenso sich über seine Stärken und Schwächen informieren.  Das Oberhaupt der Islamischen Revolution sagte, dass die Feinde des Irans  tief in moralische und politische Verdorbenheit abgesackt sind. Er sagte: "Wenn ihr das wahre Gesicht der USA kennenlernen wollt, dann schaut euch den aktuellen US-Präsidenten und die Regierungspolitiker dieses Landes an, denn diese haben nun das ewig hässliche und abscheuliche Gesicht der US-Regierungspolitiker offen und klar zur Schau gestellt.“ Er fuhr fort:   „Die USA sind ein boshafter Feind, der mit den Zionisten und den reaktionären Kräften in der Region gemeinsame Sache macht. Wir müssen wachsam sein!“

 

 

12.12.2018: Märtyrerfamilien hören der Ansprache Ajatollah Khameneis zu 

Die Islamische Revolution Irans ist ein großes religiöses Ereignis gewesen und man darf nicht versäumen sie zu schützen. Man muss vielmehr die Faktoren, die dazu führen, dass man sie vergisst, beseitigen, damit sie immer für die Muslime auf der Welt als lebendiges, unvergängliches  Vorbild für das Streben nach Unabhängigkeit und die Bekämpfung des Unrechts Beachtung findet.

 

Gemäß den Worten des Revolutionsoberhauptes kann man die Unachtsamkeit durch Bewusstsein, Klugheit und Wachsamkeit bekämpfen. Ajatollah Khamenei  betonte in seiner Ansprache:

„Die iranische Nation sollte ihre Wachsamkeit bewahren. Wenn die Amerikaner gesagt haben:  im (jetzigen)iranischen Sonnenjahr 1397 werden wir dies und das machen, war es möglicherweise ein Täuschungsmanöver. Es kann sein, dass sie in diesem Jahre ein solches Spektakel machen und (erst) für das (nächste) Jahr 1397 einen Plan im Auge haben. Alle sollten gut Acht geben. Auch wenn ein Plan des Feindes aufgedeckt wurde, müssen dennoch alle ihre Wachsamkeit bewahren, denn die USA ist ein boshafter und tückischer Feind und es kann sein dass sie eine Täuschung vornehmen, um 97 ein Spektakel zu machen und um zum Beispiel  98 einen Plan durchzuführen.  Ich empfehle der iranischen Nation und insbesondere den jungen Menschen und den verschiedenen Vereinigungen des Landes - allen Berufs- und politischen Gruppen -  dass sie darauf achten dem Feind keine Chance zum Betreten der Arena zu geben, denn wenn wir  unachtsam werden, wird der geschwächte Feind sein Gift versprühen.  Allerdings sind wir stärker und sie konnten bislang nichts erreichen und werden auch in Zukunft keine Dummheit begehen können. Den Regierungsverantwortlichen empfehle ich doppelten Einsatz. Gebt Acht, dass ihr euch nicht von den schönen Worten und dem äußeren Anschein des Feindes täuschen lasst. Gebt Acht dass der boshafte Feind, der durch die Tür ausgewiesen worden ist, nicht durch das Fenster wieder einbricht.“

             

Ajatollah Khamenei verwies in einem weiteren Teil seiner Ansprache vor den Märtyrerfamilien auf die Anfreundung der Saudis mit den Feinden des Islams und ihre Verbrechen in Jemen, und sagte, dass die USA an diesen Verbrechen mitbeteiligt sind. Er erklärte: „Diese Verbrechen, die sie in Jemen zwecks Besatzung Jemens  und der Bekämpfung des unterdrückten jemenitischen Volkes begehen, werden zu ihrem Nachteil sein. Inzwischen sind es fast 4 Jahre, dass sie in Jemen Verbrechen verüben. Sie haben gedacht, in wenigen Tagen, höchstens in einigen Wochen, die Oberhand über Jemen gewinnen und dort herrschen zu können.  (Aber) auch nach vier Jahren ist ihnen dies nicht gelungen. Je weiter sie gehen, desto schlimmer werden sie stürzen und der Schaden, den sie erleben wird umso einschneidender  sein.“

Ajatollah Khamenei   bezeichnete die Jemen- und Bahrain-Politik der Saudis, welche die Verwaltung von Mekka und Medina für sich in Anspruch nehmen,   als stupide und sagte: „Die Diener der Heiligen Stätten (in Mekka und Medina) müssten streng gegenüber den  Ungläubigen sein und nicht streng und hart gegenüber den Gläubigen und der Bevölkerung in  Jemen und Bahrain.“

Zum Abschluss betonte Ajatollah Khamenei erneut,  dass die iranische Nation absolut klug die Lage beobachten muss und ihren Standpunkt fest beibehalten soll. Er füge hinzu: "Heute befindet sich die iranische Nation  in dieser stürmischen Welt und der  Region und in dieser Welt, deren Sturm nun auch Europa, u.a. Frankreich, erreicht hat, dank des Segens des Islams auf der sicheren Arche der Liebe zu den Ahl-e Bait (dem Prophetenhaus) und zum Islam, und der Sieg gehört dieser Nation."