China: US-Sanktionen gegen Iran verhindern Bekämpfung von Coronavirus
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Peking (Press TV) - China hat die USA aufgefordert, die "unmoralischen" Sanktionen gegen Iran so schnell wie möglich aufzuheben.
(last modified 2026-05-02T09:12:40+00:00 )
Mrz 17, 2020 10:04 Europe/Berlin
  • China: US-Sanktionen gegen Iran verhindern Bekämpfung von Coronavirus

Peking (Press TV) - China hat die USA aufgefordert, die "unmoralischen" Sanktionen gegen Iran so schnell wie möglich aufzuheben.

Diese Sanktionen würden die Fähigkeiten der Islamischen Republik Iran im Kampf gegen das neuartige Coronavirus behinderen, wodurch das Leben vieler Iraner gefährdet werde, so das chinesische Außenministerium.

Auf einer Pressekonferenz am Montag in Peking sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums Geng Shuang, die USA sollten alle gegen Iran verhängten Sanktionen aufheben, um sicherzustellen, dass das Land rechtzeitig humanitäre Hilfen zur Bekämpfung des Coronavirus erhalte.

Er fügte hinzu, dass es unmoralisch wäre, die Sanktionen in einer Zeit aufrecht zu erhalten, in der der Kampf gegen das Virus in Iran "in eine entscheidende Phase getreten ist".

"China fordert die mit den USA verbündeten Länder nachdrücklich auf, die entsprechenden Sanktionen gegen Iran unverzüglich aufzuheben, um weitere Schäden für die iranische Wirtschaft und das Leben der Menschen zu vermeiden", sagte Geng.

Er wies darauf hin, dass die Aufhebung der Sanktionen dazu beitragen werde, das wirtschaftliche und soziale Wohlergehen in Iran in dieser kritischen Phase zu wahren, weil dadurch die Beschränkungen der UNO und anderer Organisationen für die Unterstützung Irans gegen die Ausbreitung des Coronavirus beseitigt würden.

Geng Shuang wies außerdem auf den engen Kontakt Chinas zu Iran zum Stopp der Ausbreitung der Epidemie hin und sagte: "Peking wird Teheran weiterhin auf der Grundlage der Bedürfnisse der iranischen Seite und seiner eigenen Fähigkeiten unterstützen, und wir fordern auch die internationale Gemeinschaft auf, mit Iran zusammenzuarbeiten, zur Sicherung der öffentlichen Gesundheit auf regionaler und globaler Ebene.

Der chinesische Außenamtssprecher fügte hinzu, dass sein Land bereits humanitäre medizinische Hilfsgüter und Experten nach Iran entsandt habe.

US-Präsident Donald Trump hatte im Mai 2018 nach dem Ausstieg der USA  aus dem Internationalen Atomabkommen mit Iran -JCPOA- erneut die US-Sanktionen gegen Iran verhängt.

Die USA behaupten, dass sie den Export von Lebensmitteln und Medikamenten nach Iran nicht behindern. Jedoch vermeiden andere Länder aus Angst vor den Sekundär-Sanktionen der USA Handel mit Iran. Außerdem schafft Washington Probleme für die Einrichtung eines humanitären Transferkanals durch die Schweiz, mit dessen Hilfe die Lieferung von Gütern ermöglicht werden soll.

Rohani: Coronabekämpfung erfordert koordinierte regionale und internationale Maßnahmen

Der iranische Präsident hat sich für die Beteiligung alle Länder am Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus ausgesprochen. In einem Rundschreiben an die Staats- und Regierungschefs anderer Länder schrieb Hassan Rohani am Freitag: In dieser Situation sieht sich der Iran  ernsthaften Hindernissen und Zwängen gegenüber, die sich nach zwei Jahren weitreichender illegaler US-Sanktionen, einer Politik des maximalen Drucks und der systematischen Stolpersteine  der US-Regierung ergeben. 

Präsident Rohani bekräftigte, es sei Zeit für die internationale Gemeinschaft, sich gegen die illegale und unmenschliche Überheblichkeit  der USA zu wehren und nicht zuzulassen, dass die grausamen US-Sanktionen gegen Iran den Kampf gegen das tödliche Virus beeinträchtigten.

Es sei keinem Land möglich, die gefährliche Krise alleine zu bewältigen, insbesondere einem Land, das zahlreiche Probleme habe, um einen Zugang zu internationalen Finanzmärkten zu erhalten und um die erforderlichen Waren zu bekommen, erklärte der iranische Präsident.

Irans Außenminister: US-Sanktionen behindern Kampf gegen Coronavirus erheblich

Der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif sagte ebenfalls am Sonntag, dass die grausamen und einseitigen Sanktionen des Weißen Hauses den Kampf der Islamischen Republik gegen das neuartige Coronavirus erheblich behindern.

"Die grausamen und einseitigen Sanktionen der Vereinigten Staaten stellen ein großes Hindernis für den Kampf Irans gegen das gefährliche Coronavirus dar", sagte Zarif bei einem Telefongespräch mit dem aserbaidschanischen Außenminister Elmar Mammadyarov.

In Iran sind bisher mehr als 16 Tausend Menschen mit dem Coronavirus infiziert worden, mehr als 5000 sind inzwischen genesen und über 900 Menschen sind durch die von diesem Virus verursachte Krankheit COVID-19 verstorben.