Iran übt scharfe Kritik an gemeinsamer Biden-Lapid-Erklärung
Teheran (ParsToday/FarsNews) - Außenministerium der Islamischen Republik Iran hat die gestern von dem US-Präsidenten Joe Biden und dem israelischen Premierminister abgegebenen Erklärung scharf kritisiert.
Dazu teilte der Sprecher des iranischen Außenministeriums "Naser Kanani" am Donnerstagabend in einem Tweet mit: In der gemeinsamen Erklärung von Biden und Lapid wird das "feste und entschiedene Bekenntnis der Vereinigten Staaten zur Wahrung der Sicherheit und militärischen Überlegenheit Israels" betont. Täuschen Sie sich nicht; das Ziel ist nicht nur der Iran, sondern arabische und islamische Länder sollten immer die Überlegenheit des "zionistischen Regimes" akzeptieren. Daher ist die Hauptbedrohungsquelle für die Region ziemlich klar. Solange die "falsche Regierung" „Israel“ die erste Reise-Station des US-amerikanischen Präsidenten ist und das erste Ziel darin besteht, die Sicherheit und Überlegenheit Israels aufrechtzuerhalten, werden die Nationen und Länder der Region keinen Frieden und keine Stabilität erleben. Die Islamische Republik Iran betrachte die Sicherheit ihrer Nachbarn als ihre eigene Sicherheit, fügte Kanani hinzu.
Biden und Lapid drohten auch noch Iran. Iran dürfe nach den Worten von US-Präsident Joe Biden nicht in den Besitz einer Atomwaffe gelangen. Dies sei ein vitales Sicherheitsinteresse sowohl für Israel als auch für die Vereinigten Staaten.
Lapid betonte am Rande des gestrigen Gesprächs, es werde keinen atomar bewaffneten Iran geben. Hätte der Iran Atomwaffen, wäre das nicht nur eine Bedrohung für Israel, sondern für die Welt.
US-Präsident Joe Biden reiste am Mittwoch in die besetzten Gebiete ein und traf sich mit Interims-Premierminister Yair Lapid, Präsident Isaac Herzog, Kriegsminister Benny Gantz und Ex-Premierminister Naftali Bennett sowie Ex-Premierminister Benjamin Netanjahu.
Biden reist heute weiter nach Saudi-Arabien. Es ist Bidens erster Nahost-Besuch seit seinem Amtsantritt vor eineinhalb Jahren.