Minister fordert UN-Mitglieder auf, sich an Flüchtlingskosten Irans zu beteiligen
Der iranische Innenminister hat die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen aufgefordert, sich an den Flüchtlingskosten zu beteiligen, die der Islamischen Republik auf dem Höhepunkt der westlichen Sanktionen gegen Teheran aufgebürdet wurden.
Ahmad Vahidi äußerte sich am Mittwoch anlässlich des Weltflüchtlingstages und sagte, Iran beherberge inmitten der wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen rund fünf Millionen Flüchtlinge.
„Heute gibt es Vertriebene und Flüchtlinge aus Dutzenden von Ländern, die in Iran Zuflucht gesucht haben. Natürlich gehört die überwiegende Zahl [unter diesen] unseren lieben [Brüdern und Schwestern] aus Afghanistan“, sagte er.
Vahidi bemerkte, dass Iran, insbesondere seit dem Sieg der Islamischen Revolution im Jahr 1979, unterdrückte Menschen aus verschiedenen Teilen der Welt aus „humanitären“ Gründen mit offenen Armen aufgenommen habe.
Allerdings erhalte das Land für die Aufnahme dieser Vertriebenen nicht die gebührende Anerkennung und Unterstützung, sagte der Minister und wandte sich an die Vertreter verschiedener Länder in der UN: „Sie sollten uns bei den Kosten unterstützen, die Iran in dieser Hinsicht zu tragen hat. “
An anderer Stelle in seinen Ausführungen erinnerte Vahidi daran, dass viele derjenigen, die auf der ganzen Welt auf der Flucht sind, aufgrund der Politik westlicher Länder aus ihren Heimatländern vertrieben wurden, sagte Vahidi.
Er verwies auf den Fall der Palästinenser, von denen Millionen aufgrund der politischen und militärischen Unterstützung Israels durch den Westen ihre Häuser verloren haben.
Der Minister erwähnte auch Syrien und stellte fest, dass im gesamten arabischen Land Millionen von Menschen durch die Terrorgruppe IS vertrieben wurden, die nach eigenen Angaben der USA von Washington selbst gegründet wurde.
Vahidi bemängelte weiterhin das verantwortungslose Vorgehen der europäischen Regierungen gegenüber vielen Flüchtlingen, die versuchen, den Kontinent über das Mittelmeer zu erreichen. Er wies darauf hin, dass diese Haltung kürzlich dazu geführt habe, dass Hunderte von Flüchtlingen im Wasser ertrinken.
Trotz der großen Unterschiede zwischen der Haltung Irans gegenüber den Flüchtlingen und der Haltung des Westens beanspruchen die westlichen Staaten die Wahrung der Menschenrechte, während der Islamischen Republik eine Verletzung dieser Rechte vorgeworfen werde, so der Minister abschließend.