Bericht: Biden immer noch unentschlossen bezüglich beschlagnahmten iranischen Öltankers
Washington - US-Präsident Joe Biden und seine Regierung sind weiterhin unentschlossen bezüglich eines beschlagnahmten iranischen Öltankers, der seit mehr als zwei Monaten vor einem Hafen in Texas festsitzt, während Kongressabgeordnete trotz Androhung von Vergeltungsmaßnahmen aus Iran auf eine Entladung des Tankers drängen.
In einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters vom Mittwoch hieß es, eine Gruppe US-amerikanischer Abgeordneter republikanischer und demokratischer Parteien habe Biden aufgefordert, die Verzögerung beim Transfer der Ölladung von Suez Rajan, einem iranischen Tanker, der seit Mai in Gewässern 80 Kilometer von Houston entfernt liegt, zu beheben.
Aus Angst vor Konsequenzen seitens Irans willigt keine Reederei ein, die Fracht aus Suez Rajan zu entladen, da das Land gewarnt hat, dass es Vergeltungsmaßnahmen gegen jedes Unternehmen ergreifen würde, das iranisches Öl von einem beschlagnahmten Tanker entlädt.
Tatsächlich befürchten die Unternehmen, dass ihre Schiffe in Zukunft von Ölkäufern gemieden werden, wenn sie Suez Rajan entladen.
Allerdings sagten US-Gesetzgeber in einem an Biden und hochrangige Mitglieder seiner Regierung gerichteten Brief, dass die Amerikaner ständig in Angst vor iranischen Vergeltungsmaßnahmen leben werden, wenn die Fracht nicht transferiert wird.
Sie sagten, dass Bidens Regierung Iran zeigen sollte, dass es Washington nicht daran hindern kann, seine Sanktionen durchzusetzen.
Experten sagen, der Fall von Suez Rajan sei ein klares Beispiel dafür, dass die US-Sanktionen gegen Iran wirkungslos geworden seien, da er zeige, dass Washington Iran nicht dazu zwingen könne, seine außenpolitischen und militärischen Forderungen zu akzeptieren.
Dies geschieht zu einer Zeit, in der Iran auch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Sanktionen überwunden hat, mehr als fünf Jahre nach ihrer Verhängung, nachdem die USA aus einem internationalen Abkommen über das iranische Atomprogramm, dem sogenannten JCPOA, ausgestiegen waren.
Einige Analysten hoffen, dass ein Abkommen über den Gefangenenaustausch zwischen den USA und Iran den Weg für eine Wiederbelebung des JCPOA in der Zukunft ebnen würde.