Iran bereitet sich auf ungewöhnlich feuchte Herbst- und Wintersaison vor
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Teheran - Das iranische Energieministerium hat gewarnt, dass die meisten Teile des Landes im kommenden Herbst und Winter mit ungewöhnlich hohen Niederschlagsraten konfrontiert sein werden.
(last modified 2025-01-01T12:50:18+00:00 )
Sep 12, 2023 11:19 Europe/Berlin
  • Iran bereitet sich auf ungewöhnlich feuchte Herbst- und Wintersaison vor

Teheran - Das iranische Energieministerium hat gewarnt, dass die meisten Teile des Landes im kommenden Herbst und Winter mit ungewöhnlich hohen Niederschlagsraten konfrontiert sein werden.

Ein Sprecher der Wasserressourcenabteilung des Ministeriums sagte am Montag, dass der Herbst und Winter in diesem Jahr aufgrund des starken Klimaphänomens El Niño, das in vielen Provinzen Irans für beträchtliche Niederschläge sorgen könnte, feuchter als normal ausfallen werden.

Firouz Ghassemzadeh sagte, dass mit Ausnahme einiger Provinzen im Süden, Südosten und Zentrum Irans, in denen normale Niederschlagsraten zu erwarten sind, in anderen Gebieten des Landes in diesem Jahr ein erheblicher Anstieg der Niederschläge zu verzeichnen sei.

Ihm zufolge könnten Überschwemmungen Schäden in Gebieten in Iran anrichten, in denen es nicht genügend Reservekapazitäten gebe, um die starken Regenfälle zu kontrollieren. Die durch El Niño verursachten warmen Temperaturen könnten demzufolge in den späten Wintermonaten zu einer schnelleren Schneeschmelze führen und in verschiedenen Teilen Irans zu Überschwemmungen führen.

Der Amtsträger gab an, das Energieministerium habe landesweit rund 8.000 Orte identifiziert, die in diesem Jahr einem Überschwemmungsrisiko ausgesetzt seien.

„Im städtischen, landwirtschaftlichen, industriellen und Transportsektor sollten Maßnahmen ergriffen werden, um den Schaden zu minimieren“, sagte er.

El Niño ist ein Naturphänomen, das in den letzten Jahren in vielen Teilen der Welt zu hohen Temperaturen geführt hat. Aufgrund seiner Auswirkungen auf tropische Wirbelstürme im Pazifik kann es auch zu vermehrten Niederschlägen in Teilen Amerikas, Asiens und anderswo führen.

Experten gehen davon aus, dass sich viele Teile der Welt in diesem Jahr auf El Niño einstellen, nachdem sie drei Jahre lang das kühlere La-Nina-Muster erlebt haben.