Iran über Eskalation der Konflikte in Berg- Karabach besorgt
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Teheran (IRNA/ParsToday) - Als Reaktion auf die Entwicklungen in der Region Karabach brachte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Nasser Kanani, am Dienstagabend seine Besorgnis über die Eskalation der Konflikte in der Region zum Ausdruck, und forderte alle Parteien auf, die Bedingungen des Waffenstillstandsabkommens einzuhalten und die Probleme durch Dialog zu lösen.
(last modified 2025-01-01T12:50:18+00:00 )
Sep 21, 2023 06:20 Europe/Berlin
  • Iran über Eskalation der Konflikte in Berg- Karabach besorgt

Teheran (IRNA/ParsToday) - Als Reaktion auf die Entwicklungen in der Region Karabach brachte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Nasser Kanani, am Dienstagabend seine Besorgnis über die Eskalation der Konflikte in der Region zum Ausdruck, und forderte alle Parteien auf, die Bedingungen des Waffenstillstandsabkommens einzuhalten und die Probleme durch Dialog zu lösen.

Kanani betonte noch einmal die prinzipiellen Positionen Irans zu diesem Konflikt und fügte hinzu: „Die Islamische Republik Iran betrachtet Karabach als Teil der Republik Aserbaidschan und ist der Ansicht, dass ihre Probleme, einschließlich der Rechte und Sicherheit ihrer Bewohner, in diesem Rahmen durch Dialog gelöst werden sollten. “

Er betonte die Rolle der Länder in der Region bei der friedlichen Beilegung der Differenzen und erinnerte an die Bereitschaft der Islamischen Republik Iran, diesbezüglich ein 3+3 -Treffen abzuhalten.

Baku gab am Dienstag bekannt, dass es eine „Anti-Terror“-Operation in Berg-Karabach begonnen habe und den Abzug der armenischen Kräfte aus der Region fordere.

Armenien teilte mit, es habe keine Kräfte in Berg-Karabach und bezeichnete Bakus Vorgehen als „massive Aggression“.

Die Präsidentschaft der Republik Aserbaidschan gab bekannt: „Wenn die armenischen Gruppen in Karabach ihre Waffen niederlegen und übergeben, werden wir bereit sein, unsere Maßnahmen zur Terrorismusbekämpfung einzustellen und zu verhandeln. “

Die Armee der Republik Aserbaidschan gab ihrerseits bekannt, dass sie im Rahmen ihrer neuen Militäraktion in Karabach den armenischen Streitkräften die Kontrolle über mehr als 60 Militärstellungen entrissen habe.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums der Republik Aserbaidschan war der Angriff auf die militärischen Stellungen der armenischen Karabach-Streitkräfte eine Reaktion auf die Verletzung der dreiseitigen Vereinbarung, insbesondere auf die Minenlegung auf der Fuzuli-Straße, die zum Tod von 2 aserbaidschanischen Zivilisten führte.

Unterdessen forderte Armenien den UN-Sicherheitsrat und Russland zu Maßnahmen für eine Beendigung des Militäreinsatzes auf. Es seien „klare und eindeutige Schritte zur Beendigung der aserbaidschanischen Aggression“ nötig, hieß es in einer von armenischen Medien verbreiteten Mitteilung des Außenministeriums in Eriwan.

In einer ersten Reaktion aus Moskau hieß es, man stehe mit beiden Seiten in Kontakt und sei angesichts der „scharfen Eskalation tief besorgt und fordere ein Ende des Blutvergießens".

Unterdessen begannen als Reaktion auf den aserbaidschanischen Beschuss in Berg-Karabach in Armeniens Hauptstadt Eriwan Proteste. Die Demonstrierenden forderten von Regierungschef Paschinjan ein entschiedeneres Vorgehen sowie die Unterstützung der armenischen Bewohner Berg-Karabachs.

Auf Videos in sozialen Netzwerken ist eine aufgebrachte Menschenmenge zu sehen. Berichten örtlicher Medien zufolge versuchten die Demonstranten in das von Polizisten umstellte Parlamentsgebäude einzudringen. Es seien auch Steine und Flaschen auf Polizisten geworfen worden.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf das armenische Gesundheitsministerium wurden bei den Zusammenstößen vor den Regierungsgebäuden mindestens 34 Menschen verletzt. 16 der Verletzten sind Polizisten und 18 weitere Zivilisten.