Iran stellt weltweit größten Ozonreaktor für Trinkwasseraufbereitung her
Teheran (Press TV/ParsToday) - Der iranische Vizepräsident für Wissenschaft, Technologie und wissensbasierte Wirtschaft, Ruhollah Dehghani Firouzabadi gab bekannt: "Iran hat den weltweit größten Ozonreaktor gebaut, der Ozon-Nanoblasen für die Trinkwasseraufbereitung erzeugt. "
Er fügte hinzu, dass es einheimischen Experten gelungen sei, das selbstkonstruierte High-Tech-Gerät zu bauen, das Dienste für 320.000 Menschen biete. Der Begriff Ozonreaktor ist eigentlich eine Sammelbezeichnung für alle Geräte, die zum Einmischen von Ozon, das Geschmacks- und Geruchsprobleme beseitigen kann, in Wasser verwendet werden.
Die Wasseraufbereitung mit Ozon beginnt mit der Erzeugung von Ozon in einem Ozongenerator. Dann wird das Ozon in das Wasser injiziert und beginnt sofort mit der Oxidation und Beseitigung von Schadstoffen wie Bakterien, Viren und Metallen. Da die Ozon-Nanobläschen eine große Oberfläche haben, wird das Ozongas effizienter in Flüssigkeiten gelöst und verbessert die Wirksamkeit bei Anwendungen wie der Wasseraufbereitung und -desinfektion.
Iran steht vor einem Wettlauf mit der Zeit, um sein ernstes Problem der Wasserknappheit zu bewältigen, da die Wasserknappheit im Land eine der höchsten der Welt ist. Studien gehen davon aus, dass der Oberflächenabfluss bis 2030 um 25 Prozent zurückgehen wird. Die iranischen Behörden haben an verschiedenen Projekten zur Lösung der Krise gearbeitet, darunter Projekte zur Einsparung des Wasserverbrauchs im industriellen Bereich und haben hochmoderne Meerwasserentsalzungspläne.
Im August 2023 hieß es in einem Bericht, dass Iran in den vergangenen beiden Jahren (bis Ende Juli 2023) 12 neue Wasseraufbereitungsanlagen und 24 Abwasseraufbereitungsanlagen in Betrieb genommen hat. Die Zahl der Entsalzungsanlagen in Iran sei in den letzten beiden Jahren um 6 Einheiten mit einer Kapazität von 54.000 Kubikmetern pro Tag gestiegen, hieß es weiter. Die Abwasseraufbereitungskapazität im Land sei im gleichen Zeitraum um 324 Millionen Kubikmeter pro Jahr gestiegen, so der Bericht.