Gewaltausbrüche auf Phillipinien fordern mindestens 10 Todesopfer
Manila (Press TV/apa) – Überschattet von Gewalt ist am Montag auf den Philippinen die Präsidentschaftswahl mit dem umstrittenen Favoriten Rodrigo Duterte zu Ende gegangen. Mindestens zehn Menschen wurden bei bewaffneten Angriffen auf Wahlbüros und gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern rivalisierender Kandidaten getötet.
Die Polizei teilte dazu am heutigen Montag mit, dass Bewaffnete die Wahllokale angriffen und die Stimmzettelzählmaschinen stahlen.
Die phillipinischen Regierungsvertreter bezeichneten die Aktionen als eher selten und erklärten, dass die Wahlprozedur, an der in der Regel Dutzende Millionen Menschen teilnehmen, in Ruhe verlief.
Angesichts der stark politisierten Wahlkämpfe stufte die Polizei vergangene Woche einige Regionen des Landes als Gefahrenzonen ein.
Die Präsidentschafts- und Vizepräsidentschaftswahlen sowie die Wahl von über 17.000 Mitgliedern der Räte und einigen anderen Posten begannen am heutigen Montag auf den Phillipinien. Für den Präsidentenposten gab es fünf Kandidaten.
Ersten inoffiziellen Ergebnissen zufolge liegt Duterte mit rund 40 Prozent in Führung, auf die unabhängige Senatorin und ehemalige Lehrerin Grace Poe entfielen 22,2 Prozent. Manuel "Mar" Roxas von der regierenden Liberalen Partei folgte auf dem dritten Rang.