Gewalt in Syrien: 1.348 Tote in nur einem Jahr
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ParsToday- Dokumentierte Berichte aus Syrien belegen, dass die tödliche Gewalt im vergangenen Jahr fortgesetzt wurde. Sie hat mehr als 1.300 Tote gefordert und bedroht die Zukunft des Zusammenlebens und der Sicherheit in diesem Land ernsthaft.
(last modified 2026-02-24T09:41:51+00:00 )
Dez 21, 2025 04:07 Europe/Berlin
  • Gewalt in Syrien: 1.348 Tote in nur einem Jahr
    Gewalt in Syrien: 1.348 Tote in nur einem Jahr

ParsToday- Dokumentierte Berichte aus Syrien belegen, dass die tödliche Gewalt im vergangenen Jahr fortgesetzt wurde. Sie hat mehr als 1.300 Tote gefordert und bedroht die Zukunft des Zusammenlebens und der Sicherheit in diesem Land ernsthaft.

Laut ParsToday zeigen Statistiken, die seit Dezember 2024 erfasst wurden, dass organisierte Gewalt, identitätsbasierte Kriminalität sowie die Explosion von Kriegsresten weiterhin das Leben syrischer Zivilisten fordern.

Laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden in diesem Zeitraum mindestens 1.348 Menschen getötet, davon 574 aus religiösen oder sektiererischen Gründen. Diese Zahl verdeutlicht die Tiefe der sozialen Spaltung und ist eine ernste Warnung vor einer Eskalation der organisierten Gewalt und der Zerstörung der Grundlagen des friedlichen Zusammenlebens in der syrischen Gesellschaft.

Tödliche Kriegsreste wie Minen und Blindgänger bedrohen die Zivilbevölkerung, insbesondere Kinder. Demselben Bericht zufolge wurden im selben Zeitraum 792 Menschen durch diese Sprengkörper verletzt, darunter 357 Kinder und 23 Frauen. Diese Vorfälle ereigneten sich in Gebieten, die von der Regierung, der kurdischen Autonomieverwaltung und anderen Gruppen kontrolliert werden. Sie verdeutlichen die Gefahren des Konflikts jenseits der Kontrolllinien.

Die gegenwärtige syrische Regierung scheint nicht nur bei der Herstellung von Stabilität und dem Schutz der Zivilbevölkerung gescheitert zu sein. Durch Berichte über Angriffe auf Minderheiten, insbesondere in der Sahelzone und der Region Al-Suwaida, hat sie die Spannungen sogar noch verschärft.

Analysen deuten darauf hin, dass die weitverbreitete Unzufriedenheit in der sunnitisch-arabischen Gesellschaft sowie die angespannten Beziehungen zu Minderheiten dazu führen könnten, dass die Regierung keine breite gesellschaftliche Unterstützung mehr genießt. In dieser Situation sind der Schutz der Zivilbevölkerung, die Bekämpfung identitätsbasierter Gewalt und die Stärkung der Rechtsstaatlichkeit dringend geboten, um einen weiteren Zerfall der Gesellschaft zu verhindern.