Atwan: Iran ist in die Phase der offensiven Abschreckung eingetreten
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Der politische Analyst Abdel Bari Atwan
ParsToday– Der Chefredakteur der Zeitung Rai al-Youm, Abdel Bari Atwan, schrieb in einer Analyse, dass Iran nach der Trauerzeremonie für den Märtyrerführer der Islamischen Revolution in eine Phase der offensiven Abschreckung eingetreten sei und seine Strategie von einer defensiven auf eine offensive Ausrichtung umgestellt habe.
Laut ParsToday unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Tasnim befasst sich der palästinensische Journalist und politische Analyst in seinem neuen Leitartikel mit den jüngsten Entwicklungen in der Region. Darin schrieb er, dass sich unmittelbar nach dem Ende der Trauer- und Beisetzungszeremonien für den Märtyrerführer der Islamischen Revolution zwei bedeutende Entwicklungen ereignet hätten, die auf einen strategischen Wandel im iranischen Vorgehen hindeuteten.
Als erste und wichtigste Entwicklung bezeichnet Atwan die Erklärung des neuen Revolutionsführers. Darin hat dieser geschworen, die Ermordung seines Vaters und aller Märtyrer zu rächen, und betont, dass diese Vergeltung zu einer Forderung des Volkes geworden sei. Die Verantwortlichen und Täter müssten wissen, dass sie für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen würden.
Als zweite Entwicklung nennt Atwan Berichte iranischer Medien über mögliche Angriffe der USA auf die strategische Infrastruktur Irans. Dies deute seiner Ansicht nach auf eine weitere Eskalation der Konfrontation hin. Dabei könne sich der Konflikt von der Schifffahrt in der Straße von Hormus auf Infrastruktur verlagern, die mit internationalen Handelsrouten verbunden ist.
Atwan schrieb weiter, eine iranische Reaktion auf mögliche US-Angriffe könne seiner Einschätzung nach auch weiterreichende Szenarien umfassen, etwa Angriffe auf die Häfen Jebel Ali in den Vereinigten Arabischen Emiraten oder Haifa in den besetzten Gebieten. Dadurch könnte sich der wirtschaftliche Konflikt von der Straße von Hormus auf weitere Teile der Weltwirtschaft ausweiten.
Zudem verweist Atwan auf die von ihm als „Panik“ bezeichnete Reaktion Donald Trumps während seiner Reise nach Ankara, bei der dieser mehrfach das Flugzeug gewechselt habe. Er führt dies auf Informationen zurück, die US-Geheimdienste nach seiner Darstellung aus Iran erhalten hätten.
Abschließend betonte Atwan, die Erklärung des Revolutionsführers markiere einen Wandel der bisherigen Kräfteverhältnisse. Die Zeit werde zeigen, welche Folgen dieser Wandel haben werde.