Interview mit Christoph Hörstel
Israel hat in den vergangenen rund 70 Jahren jeden Frieden in Palästina verbindet
Knapp eine Woche ist die Einigung zwischen den rivalisierenden palästinensischen Widerstandsbewegungen Hamas und Fatah her - und schon grollt die Netanyahu-Regierung, dies sei eine Verständigung auf Kosten Israels und verweigert Friedensverhandlungen mit jeder Regierung, die eine Hamas-Beteiligung hat.
Israel hat in den vergangenen rund 70 Jahren jeden Frieden in Palästina verbindet, der einzige Fortschritt lag im Bereich Unterdrückung der Palästinenser. Gab es zu Willy Brandts Zeiten noch Bemühungen um Gleichbehandlung beider Seiten, ist dies heute völlig vom Tisch. USA, EU und Israel gemeinsam betrachten Hamas als Terrororganisation. Das ist ein schwerer Eingriff in Souveränität und Freiheitsrechte der Palästinenser, durch kein Recht der Welt gedeckt.
Tatsächlich jedoch behindert diese sinn- und substanzlose Anti-Hamas-Voreingenommenheit auch positive Beiträge für eine friedliche Lösung oder konstruktive Lösungswege. Über Chancen und Zukunftsperspektiven für Palästina nach der Hamas-Fatah-Einigung sprach Syed Hedayatollah Schahrokny mit dem DM-Parteichef Christoph Hörstel.