Interview mit Christoph Hörstel
Das neue Dreieck Russland-Iran-Aserbaidschan hat Washingtons frühere "Caspian Sea Initiative“, die Initiative am Kaspischen Meer sanft beerdigt, abgelöst.
Die 7. Astana-Gesprächsrunde zum Syrienkonflikt endete mit einem Knüller: Russland will 33 Volksgruppen und Kriegsbeteiligte am 18. November im russischen Sotschi zusammenbringen, darunter nicht weniger als DREI kurdische Parteien. Wenn das gelingt, hätte Russland die US-Politik um Syrien elegant international ausgehebelt und sich zum Manager des Geschehens emporgeschwungen. Und das ist nicht einmal der einzige herbe Rückschlag für Washingtons globale Ambitionen in Nah- und Mittelost: Das neue Dreieck Russland-Iran-Aserbaidschan hat Washingtons frühere "Caspian Sea Initiative“, die Initiative am Kaspischen Meer sanft beerdigt, abgelöst. Die geplante Einkreisung des Iran ist komplett erledigt. Gewonnen haben Iran und Russland - miteinander. Darüber sprach Syed Hedayatollah Schahrokny mit dem Gründungsbeauftragten der Neuen Mitte, Christoph Hörstel.