Syrien: Putin ordnet Fluchtkorridor für Ost-Ghuta an
Moskau (ParsToday/FarsNews) - Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Montag die Einstellung der russischen Luftangriffe im syrischen Ost-Ghuta, sowie die Schaffung eines Fluchtkorridors für die Zivilbevölkerung angeordnet.
Eine fünfstündige Feuerpause täglich soll laut dem russischen Verteidigungsminister Sergej Schoigu ab dem 27. Februar für Ost-Ghuta gelten, um weitere Opfer unter der Zivilbevölkerung von Ost-Ghuta nahe Damaskus zu verhindern. Es solle ein „humanitärer Korridor" geschaffen werden, damit Zivilisten das gefährliche Gebiet verlassen könnten, so der Minister.
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hatte zuvor die Lage in Ost-Ghuta als höchst alarmierend bezeichnet. Die Terroristen nähmen die Zivilisten vor Ort als Geiseln, so Peskow.
Der russische Vizeaußenminister Sergei Riabkow nannte die Drohungen der USA und einiger westlicher Länder gegen Syrien einen Verstoß gegen die Resolution 2401 des Weltsicherheitsrates.
Die 15 Mitgliedsländer des UN-Sicherheitsrats stimmten am Samstag geschlossen für eine Resolution, die eine 30-tägige Waffenruhe für Syrien vorsieht. Die Resolution soll humanitären Helfern Zugang zu belagerten Gebieten, vor allem zu Ost-Ghuta verschaffen.
Ost-Ghuta ist ein strategisch wichtiges Gebiet nahe der Hauptstadt Damaskus, in dem die syrische Armee gegen Terroristen vorgeht.