Irak: Wir folgen nicht den anti-iranischen Sanktionen
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Bagdad (IRNA) - Der irakische Ministerpräsident hat erklärt, dass die Position seines Landes zu den einseitigen Sanktionen der USA gegen das iranische Volk, der Position der Europäischen Union, Russlands, Chinas und Japans entspreche, und der Irak nicht Teil des Sanktionssystems sein werde.
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Nov 07, 2018 04:40 Europe/Berlin
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Bagdad (IRNA) - Der irakische Ministerpräsident hat erklärt, dass die Position seines Landes zu den einseitigen Sanktionen der USA gegen das iranische Volk, der Position der Europäischen Union, Russlands, Chinas und Japans entspreche, und der Irak nicht Teil des Sanktionssystems sein werde.

Dies sagte Adil Abdul Mahdi am Dienstagnachmittag bei einer Pressekonferenz nach einer Ministerratssitzung in Bagdad.

Der irakische Ministerpräsident hob hervor, man habe viele Gespräche diesbezüglich geführt und er habe heute (Anm.d.Red.: gestriger Dienstag) mit dem Geschäftsträger der USA gesprochen. Außerdem hätten offizielle Delegationen, die von Anwälten gebildet werden, die die internationalen Gesetze und die wirtschaftlichen Bedingungen des Irak kennen, seit einiger Zeit mit der amerikanischen und der iranischen Seite Verhandlungen geführt.

Weiter sagte Abdul Mahdi, dass diese Delegationen sich um einen Grundsatz bemühten, wie er ihn in der Charta des Landes bekannt gegeben habe, nämlich in der Form, dass der Irak nicht Teil des Sanktionssystems sein werde, genau so wie er nicht Teil eines Angriffssystems auf kein Land sein werde.

Aufgrund dieses Grundsatzes werde der Irak sowohl seine Interessen, als auch die anderer Länder berücksichtigen. 

"Wenn die USA eine Entscheidung getroffen haben, müssen sie diese durch ihre eigenen Mittel und nicht durch andere Länder umsetzen", betonte der irakische Ministerpräsident.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg zitierte gestern Brian Hooke, den Leiter der "Iran-Aktionsgruppe" im US-Außenministerium, mit der Aussage, der Irak sei bei Importen von Strom und Erdgas aus Iran von den Sanktionen befreit worden.