UNICEF: Kinder im Jemen sind weiterhin Opfer saudischer Angriffe
New York (ParsToday) - Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF berichtete, dass durchschnittlich 8 jemenitische Kinder täglich durch Angriffe der von Saudi-Arabien angeführten Koalition getötet oder verletzt werden.
UNICEF-Regionaldirektor Khairat Kabalari gab am Montag in einer Erklärung bekannt, das trotz des Ende 2018 im schwedischen Stockholm geschlossenen Abkommens für weniger Gewalt im Jemen jeden Tag durchschnittlich acht Kinder getötet, schwer verletzt oder zum Kämpfen gezwungen werden. Die meisten Kinder seien auf dem Weg zur Schule oder draußen beim Spielen mit ihren Freunden gestorben.
In den 31 Konfliktgebieten, einschließlich al-Hudaida, Taiz, Hajja und Saada, erlebten 12 Millionen Kinder im Jemen Gewalt und gewalttätige Auseinandersetzungen, so Kabalari.
Er forderte den Schutz der Zivilisten, insbesondere der jemenitischen Kinder, und deren Zugang zu humanitären Hilfen.
Das Hilfswerk der Vereinten Nationen benötigt nach eigenen Angaben für das Jahr 2019 rund 542 Millionen US-Dollar (ca. 478 Millionen Euro), um die Hilfen für jemenitische Kinder zu sichern. Schätzungen von UNICEF zufolge leben 1,2 Millionen von ihnen in unmittelbarer Nähe von Kampfzonen.
Seit 2015 greift Saudi-Arabien mit Unterstützung der USA und der Vereinigten Arabischen Emirate den Jemen militärisch an und hat eine allseitige Blockade über das Land verhängt.
Die Koalition unter saudischer Führung verletzt täglich das im Dezember 2018 in Schweden unterzeichnete Waffenstillstandsabkommen.