Hamas lehnt 15 Milliarden Dollar-Angebot für "Jahrhundertdeal"-Akzeptanz ab
Doha (MehrNews) - Der Vorsitzende des Hamas-Politbüros berichtete über die Ablehnung eines 15 Milliarden Dollar-Angebots welches dieser Widerstandsbewegung vor 2 Monaten im Rahmen des sogenannten "Jahrhundertdeals" gemacht worden sei.
Ismail Haniyeh sagte dies am Montag bei einem Interview mit der katarischen Zeitung 'Lusail Newspaper'.
"Diejenigen, die diesen Vorschlag geplant haben, wollen im Falle einer Akzeptanz durch die Hamas, die Widerstandskräfte entwaffnen und in die Polizei integrieren, den Gazastreifen unabhängig regieren, den Widerstand und unseren Anspruch auf Al-Quds beenden", so Haniyya weiter.
Er fügte hinzu: "Sie wollen den Widerstand beenden und die Unterstützung der palästinensischen Nationalbewegung verhindern." Nachdem sie die Front des Gazastreifens als Militärfront beendet haben, werden sie ins Westjordanland gehen. Natürlich haben wir einen solchen Plan kategorisch abgelehnt, erklärte er weiter.
Haniyeh betonte außerdem: "Es ist uns unmöglich, Palästina, den Widerstand, Al-Quds (Jerusalem), unser Volk im Westjordanland und das Recht der Flüchtlinge, nach Palästina zurückzukehren, zu ignorieren." Wir wollen die Blockade des Gazastreifens brechen. Wir wollen Projekte in Gaza umsetzen, aber nicht gegen den Verlust unserer politischen Prinzipien oder gegen Abrüstung.
Trotz internationaler Proteste machte US-Präsident Donald Trump Ende Januar 2020 den sogenannten Jahrhundertdeal bekannt, mit dem Benjamin Netanyahu, dem Ministerpräsidenten des israelischen Regimes an seiner Seite. Vertreter der palästinensischen Seite waren nicht dazu eingeladen worden.
Trumps sogenannter "Jahrhundertdeal" sieht u.a. eine Ausdehnung der israelischen Souveränität auf die zionistischen Siedlungen im Westjordanland und Al-Quds (Jerusalem) vor. Die Palästinenser sollen auf der restlichen Fläche einen Staat bekommen ohne Al-Quds (Jerusalem) welches allein als Hauptstadt eines jüdischen Staates gelten soll..