Hamas verurteilt Sudans Normalisierungsabkommen mit Israel
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Gaza (Press TV) - Die palästinensisch-islamische Widerstandsbewegung Hamas hat die Entscheidung des Sudan für die Normalisierung der Beziehungen zum israelischen Regime verurteilt.
(last modified 2025-01-01T12:50:18+00:00 )
Oct 27, 2020 09:43 Europe/Berlin
  • Hamas verurteilt Sudans Normalisierungsabkommen mit Israel

Gaza (Press TV) - Die palästinensisch-islamische Widerstandsbewegung Hamas hat die Entscheidung des Sudan für die Normalisierung der Beziehungen zum israelischen Regime verurteilt.

Der Leiter des Hamas-Politbüros Ismail Haniya sagte am Montag, dass der Deal im Sudan "eine politische Abweichung bedeutet, die die Kluft zwischen den [arabischen] Herrschern und dem Gewissen und der Geschichte des Volkes widerspiegelt".

Haniya sagte weiter, das Abkommen spiegele nicht die historische Position des sudanesischen Volkes in Bezug auf die palästinensische Sache wider.

"Die regionale Karte wird nur von den Völkern gezeichnet, die an ihren Konstanten und unseren unveräußerlichen Rechten in Palästina festhalten und sich weigern, die usurpierende zionistische Einheit anzuerkennen, die auf Kosten der Rechte unseres Volkes in ihrem Heimatland Palästina keine Zukunft haben wird", fügte er hinzu.

Trump: Prozess der Normalisierung der Beziehungen zwischen Sudan und Israel hat begonnen

Am Freitag sagte US-Präsident Donald Trump: Israel und der Sudan haben wirtschaftliche Beziehungen aufgenommen, was den Weg zur Normalisierung ihrer Beziehungen ebnen soll.

Er kündigte den Deal im Oval Office des Weißen Hauses während einer Telefonkonferenz mit dem Ministerpräsidenten des israelischen Regimes, Benjamin Netanjahu, sowie dem sudanesischen Premierminister Abdalla Hamdok und dem Chef des Souveränen Rates Sudans, General Abdel Fattah al-Burhan, an.

Im Rahmen dieses Abkommens unternahm Trump auch Schritte, um den Sudan von der Liste der Länder zu streichen, die laut der US-Regierung den Terrorismus unterstützen.

In den Straßen von Khartum, der Hauptstadt des Sudan, haben viele verärgerte Menschen gegen das Abkommen mit dem israelischen Regime protestiert und General Burhan aufgefordert, umzukehren.

Der amtierende sudanische Außenminister Omar Gamareldin sagte jedoch am Freitag, das Abkommen werde von der Zustimmung eines noch zu bildenden Legislativrates abhängen. Es sei noch unklar, wann die Versammlung im Rahmen eines Abkommens zur Aufteilung der Macht zwischen dem Militär und den Zivilisten des Landes gebildet wird.

Das Abkommen vom Freitag macht den Sudan zum dritten arabischen Land, das in den letzten zwei Monaten nach den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Bahrain die Beziehungen zum israelischen Besatzerregime normalisiert hat.

Mitte September leitete Trump die Unterzeichnung der Normalisierungspakte zwischen Tel Aviv, Abu Dhabi und Manama. Während einer Zeremonie im Weißen Haus sagte Trump, "fünf oder sechs" andere Länder seien kurz davor, ähnliche Vereinbarungen mit Israel zu treffen, nannte diese jedoch nicht beim Namen. Laut israelischen Verantwortlichen ist der Oman wahrscheinlich das nächste arabische Land, das seine Beziehungen zum zionistischen Regime normalisiert.