Armenien begeht Völkermord im aserbaidschanischen Terter
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Baku (ParsToday/IRIB) - Der aserbaidschanische Präsidentenberater Hikmet Hajiyev hat bei einem Besuch der Stadt Terter durch ausländische Diplomaten Armenien vorgeworfen, in dieser Stadt Kriegsverbrechen begangen zu haben.
(last modified 2025-01-01T16:20:18+00:00 )
Nov 30, 2020 12:07 Europe/Berlin
  • Armenien begeht Völkermord im aserbaidschanischen Terter

Baku (ParsToday/IRIB) - Der aserbaidschanische Präsidentenberater Hikmet Hajiyev hat bei einem Besuch der Stadt Terter durch ausländische Diplomaten Armenien vorgeworfen, in dieser Stadt Kriegsverbrechen begangen zu haben.

Vertreter des diplomatischen Korps und Leiter internationaler Organisationen, die in Aserbaidschan akkreditiert sind, besuchten am Samstag die aserbaidschanische Stadt Terter. Dabei sagte Hajiyev, dass Terter die größten Schäden im Berg-Karabach-Krieg erlitten habe.

Wie er die Diplomaten informierte, griffen die armenischen Streitkräfte die Stadt an einigen Tagen sogar mit mehr als 2.400 Bomben gezielt an, wodurch Dutzende Zivilisten getötet bzw. verletzt wurden. Dabei hätten sie verschiedenartige Artilleriegeschütze, darunter Mehrfach-Raketenwerfer-Systeme eingestzt, was nach dem Völkerrecht als Völkermord gelte.

Aserbaidschan fordert Entschädigung 

Die Republik Aserbaidschan fordert von Armenien eine Entschädigung in Höhe von 100 Milliarden US-Dollar für den Wiederaufbau der zurückeroberten Gebiete in der Region Berg-Karabach.

Nach einer Vereinbarung, die unter Vermittlung Russlands zwischen Aserbaidschan und Armenien unterzeichnet wurde, muss Armenien drei Bezirke in der Region Berg-Karabach an Aserbaidschan übergeben. Kalbajar ist bereits übergeben worden und Lachin und Agdam sollen bis zum 1. Dezember an Aserbaidschan zurückgehen.

Die Republik Aserbaidschan hat die Gesamtkosten für den Wiederaufbau auf mindestens 100 Milliarden Dollar geschätzt und bereitet sich darauf vor, Armenien strafrechtlich zu verfolgen und vor internationalen Gerichten Entschädigung vom Land zu fordern. Baku hat außerdem bekanntgegeben, bisher 4.500 Antipersonenminen, 2.500 Panzerabwehrminen und 750 Blindgänger in diesen Gebieten entschärft zu haben.

Der militärische Konflikt zwischen Aserbaidschan und Armenien begann am 27. September in der umstrittenen Region Berg-Karabach. Nach sechswöchigen Gefechten haben Armenien und Aserbaidschan in der Nacht zum 10. November einen Waffenstillstand vereinbart. Ein entsprechendes Abkommen wurde von Russlands Präsident Wladimir Putin, vom armenischen Ministerpräsidenten Nikol Paschinjan und dem aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Alijew unterzeichnet.