Iran und Afghanistan eröffnen gemeinsames Eisenbahnprojekt
Am Donnerstag wurde ein gemeinsames Eisenbahnprojekt zwischen Ostiran und Westafghanistan eröffnet. Die Präsidenten der beiden Nachbarländer äußerten per Videokonferenz die Hoffnung, dass es die Handelsbeziehungen in der gesamten Region verbessern werde.
Der iranische Präsident Hassan Rohani sagte, dass die beiden Nationen immer eine enge Beziehung hatten und dass das Eisenbahnprojekt Khaf-Herat diese Bindung weiter stärken wird.
„Heute ist der Tag des Mitgefühls, der Barmherzigkeit und auch der Tag des Durchbruchs für die beiden großen Nationen Iran und Afghanistan. Die beiden Nationen aus derselben Wurzel, Geschichte, Kultur und von derselben Region, die auf lange Sicht ihre Brüderlichkeit und Nachbarschaft bewahrt haben.“
Der afghanische Präsident Ashraf Ghani seinerseits begrüßte das „historische“ Projekt als einen Schritt zur weiteren Entwicklung der Volkswirtschaften der beiden Nationen.
Inzwischen hat der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif das Projekt als einen Schub für den regionalen Handel und den Volksaustausch beschrieben.
„Die Khaf-Herat-Eisenbahn ist nicht nur für Iran und Afghanistan von großer Bedeutung, sondern auch für die ganze Region. Als Tor zur Förderung des Handels und des Austauschs zwischen Menschen wird es auch zur regionalen Stabilität und Entwicklung beitragen. Unsere Grenzen in Brücken zu verwandeln ist eine Priorität“, twitterte der Top-Diplomat am Mittwoch.
Das 225 km lange Eisenbahnprojekt umfasst vier Phasen, die derzeit im Bau sind. Etwa 78 km des Projekts, das zwei Phasen umfasst, befinden sich auf iranischem Boden und der Rest in Afghanistan.
Khaf-Herat, das Teil des Eisenbahnkorridors Iran-Afghanistan ist, begann im Geschäftsjahr 2007-2008 und verbindet die östliche iranische Stadt Khaf mit der westlichen afghanischen Stadt Ghoryan.
Der Abschluss des Projekts wird sich auf die Transiteinrichtungen in Afghanistan auswirken und die Probleme vieler Investoren und Händler im Land lösen.
Die Umsetzung des Projekts wird auch erneut die Bedeutung der Position Irans zeigen, wenn sie erneut einen Aufschwung im regionalen Handel - Exporte und Importe - ermöglicht. Das Eisenbahnprojekt wird auch zur Entwicklung des Tourismus beitragen.
"Mit der Eröffnung der Eisenbahnlinie wurden einfachere Bedingungen für den Warentransport geschaffen. Wir hoffen, dass sie sich positiv auf den Handel zwischen Iran und Afghanistan auswirkt", sagte Hossein Salimi, Leiter der gemeinsamen Handelskammer Iran-Afghanistan am Dienstag.
"Der Güterverkehr mit dem Zug nach Afghanistan wird die Exporteure weniger kosten als der Güterverkehr mit dem LKW, während die Verzögerungen beim Güterverkehr mit dem LKW, wie z. B. Verzögerungen beim Zoll und Verzögerungen beim Transfer von Waren von iranischen LKWs in afghanische LKWs, abnehmen werden", fügte er hinzu.
Laut Salimi werden die iranischen Exporte nach Afghanistan bis zum Ende des laufenden persischen Jahres im März 2021 auf 2,7 Milliarden US-Dollar geschätzt.