US-geführter Militärkonvoi in der irakischen Provinz Babil
Bagdad/Babil (ParsToday) - Der logistische Unterstützungskonvoi einer von den USA geführten Militärkoalition wurde in der zentralirakischen Provinz Babil zum Ziel genommen.
Die Qasim Al-Jabbarin-Gruppe übernahm die Verantwortung für den Angriff, der am Sonntag von einem improvisierten Sprengsatz auf den Logistikkonvoi abgefeuert wurde.
Bei dem Vorfall wurden keine Opfer oder Schäden gemeldet.
Der Angriff erfolgte vier Tage, nachdem ein US-Militärkonvoi in der Nähe der irakischen Stadt Samarra in der nördlichen Provinz Salahuddin angegriffen worden war.
In den letzten Monaten kam es regelmäßig zu Angriffen auf US-Konvois im arabischen Land, und ihre Intensität hat zugenommen.
Am 31. Dezember explodierte in der südlichen Provinz Basra eine Bombe am Straßenrand, die auf den logistischen Unterstützungskonvoi einer US-Militärkoalition abzielte.
Zuvor am 10. Dezember trafen zwei separate Angriffe Konvois von Lastwagen mit US-Logistikausrüstung. Der erste ereignete sich auf einer Autobahn in der Nähe von Samawah. Der zweite Angriff fand in der Region Latifiya am Stadtrand von Bagdad statt.
Die Angriffe finden inmitten der zunehmenden Anti-US-Stimmung statt, die sich seit der Ermordung hochrangiger iranischer und irakischer Anti-Terror-Kommandeure in Bagdad durch die USA im vergangenen Jahr verstärkt hat.
General Qassem Soleimani, der Kommandeur der Quds-Brigade der iranischen Revolutionsgarden (Sepah), und sein irakischer Kamerad Abu Mahdi al-Muhandis, der stellvertretende Leiter der Volksmobilisierungseinheiten, wurden am 3. Januar letzten Jahres zusammen mit ihren Gefährten bei einem vom ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump genehmigten Terror-Drohnenangriff in der Nähe des internationalen Flughafens von Bagdad ermordet.
Zwei Tage nach dem Angriff genehmigte das irakische Parlament einen Gesetzentwurf, wonach die Regierung die Präsenz aller ausländischen Streitkräfte im Land beenden muss.
Derzeit sind im Irak ungefähr 3.000 amerikanische Truppen präsent.