Israelischer Premierminister: Palästinensische Eigenstaatlichkeit wäre "schrecklicher Fehler"
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Tel Aviv (ParsToday/PressTV) - Der israelische Premierminister Naftali Bennett hat deutlich die Errichtung eines souveränen palästinensischen Staates in den besetzten Gebieten abgelehnt und dies als „schrecklichen Fehler“ bezeichnet.
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Sep 16, 2021 10:26 Europe/Berlin
  •  Israelischer Premierminister: Palästinensische Eigenstaatlichkeit wäre

Tel Aviv (ParsToday/PressTV) - Der israelische Premierminister Naftali Bennett hat deutlich die Errichtung eines souveränen palästinensischen Staates in den besetzten Gebieten abgelehnt und dies als „schrecklichen Fehler“ bezeichnet.

In einem Interview mit dem israelischen öffentlich-rechtlichen Sender Kan am Dienstag behauptete Bennett, dass die palästinensische Eigenstaatlichkeit nicht realisierbar sei und daher die Frage, ob sie unterstützt werden sollte, nicht relevant sei.

„Ich bin gegen einen palästinensischen Staat – ich denke, es wäre ein schrecklicher Fehler“, sagte er. "Das werde ich nicht tun."

Der israelische Ministerpräsident sagte auch voraus, dass mit den Palästinensern in naher Zukunft kein politischer Durchbruch möglich sei.

Er behauptete weiter, dass, wenn Hamas oder andere palästinensische Widerstandsgruppen das Westjordanland übernehmen würden, das Leben der Israelis in eine lebende Hölle verwandelt werde.

Palästinenser versuchen, innerhalb der Grenzen von 1967 einen unabhängigen Staat im Westjordanland und im Gazastreifen zu gründen, mit Ost-al-Quds als Hauptstadt. Israels aggressive Siedlungserweiterungs- und Annexionspläne haben jedoch jeglichen Friedensaussichten einen schweren Schlag versetzt.

Die letzte Runde israelisch-palästinensischer Gespräche scheiterte 2014. Zu den größten Knackpunkten dieser Verhandlungen gehörten Israels fortgesetzte Siedlungsbauaktivitäten in den besetzten Gebieten.

An anderer Stelle in seinem Interview sagte Bennett, er sehe keinen Grund, sich mit Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas zu treffen.

Er verwies darauf hin, dass Abbas Anklagen wegen Kriegsverbrechen gegen Israel vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) verfolge und monatliche Gehälter an palästinensische Gefangene zahle.

„Ich sehe keine Logik darin, jemanden zu treffen, der IDF-Soldaten in Den Haag verklagt und ihnen Kriegsverbrechen vorwirft und gleichzeitig Gehälter an palästinensische Gefangene zahlt“, sagte Bennett.

Unterdessen betonte Bennett, dass er mit dem Vorgehen des israelischen Militärministers Benny Gantz bei der Aufrechterhaltung der Verbindungen zu palästinensischen Amtsträgern einverstanden sei.

Allerdings gebe es derzeit keine Möglichkeit, Gespräche mit den Palästinensern wieder aufzunehmen.

Gantz traf sich am 29. August mit Abbas in Ramallah im Westjordanland. Es war das hochrangigste Treffen zwischen Abbas und einem israelischen Minister, das seit der Bildung der neuen israelischen Koalition im Juni öffentlich gemacht wurde.