Islamischer Dschihad: Iran, Hisbollah und Syrien einzige Unterstützer der Palästinenser
Ramallah (ParsToday) - Der Generalsekretär der Widerstandsbewegung Palästinensisch-Islamischrn Dschihad, Ziyad al-Nakhalah, hat Iran, Syrien und die libanesische Hisbollah als die einzigen Unterstützer der Palästinenser angesichts der israelischen Besatzung bezeichnet und die arabische Welt aufgefordert, „ihre Pflichten zu erfüllen“.
In einem Interview mit Al-Mayadeen aus dem Libanon am Donnerstag verwies al-Nakhalah auf die anhaltende israelische Aggression auf die besetzten Gebiete und stellte fest, dass eine „wahre bewaffnete Intifada im Westjordanland stattfindet“.
„Wir kämpfen in Israel gegen die Vereinigten Staaten, denn sie sind ihr Hauptunterstützer. Inzwischen sehen wir außer Iran, der Hisbollah und Syrien keine Unterstützer für Palästina“, sagte er.
Er sagte, die Widerstandsgruppe sei bereit, Unterstützung von jedem anderen islamischen Land zu erhalten, und forderte die arabische Welt auf, „ihre Pflichten“ gegenüber Palästina zu erfüllen.
Diese Äußerungen kamen während einige regionale Länder, darunter die VAE, Bahrain, Marokko und der Sudan, im Jahr 2020 im Rahmen der sogenannten Abraham-Abkommen mit der Normalisierung der Beziehungen zu Israel begonnen haben. Die Palästinenser haben die Maßnahme als einen Stich in ihren Rücken bezeichnet.
Nakhalah sagte, der Feind versuche, die Welt zu „täuschen“, indem er behaupte, Iran benutze Palästinenser als „Kanonenfutter“ in seinem Krieg gegen Israel, und betonte, „das ist eine falsche Erzählung“.
Israels wahrscheinliche Aggression gegen Gaza im Jahr 2023
An anderer Stelle hieß es, er erwarte eine neue Runde israelischer Aggression auf den blockierten Gazastreifen im Jahr 2023.
„Gaza ist nicht von den Entwicklungen im Westjordanland isoliert und bereitet sich auf den Kampf vor. Es ist nicht völlig vom Tisch, dass Gaza auf dem Schlachtfeld präsent ist“, sagte er.
Widerstandskräfte im Gazastreifen werden das Westjordanland „durch dick und dünn“ unterstützen, sagte er und fügte hinzu, dass sie bereit seien, an jedem Kampf teilzunehmen, wenn die Situation eine Intervention erfordert.
Die Äußerungen kommen inmitten der zunehmenden israelischen Gewalt in den besetzten Gebieten, die 2022 zum tödlichsten Jahr für die Palästinenser gemacht hat.
Unterdessen wurde Benjamin Netanjahu als israelischer Premierminister vereidigt, obwohl er jetzt schon der am längsten amtierende Ministerpräsident des Regimes in Tel Aviv ist.
„Das neue Kabinett versucht, die Siedlungen im Westjordanland auszuweiten, und wir werden uns dagegen stellen“, sagte Nakhalah und äußerte die Hoffnung auf verstärkte Unterstützung durch die arabischen Länder.
Israelische Besatzungstruppen und Siedler haben ihre Angriffe auf palästinensische Zivilisten im Westjordanland und in anderen besetzten Gebieten verschärft, um Palästinenser gewaltsam von ihrem Land zu vertreiben und Platz für den Ausbau illegaler israelischer Siedlungen zu schaffen.
Seit Anfang 2022 haben israelische Truppen im besetzten Westjordanland und im Osten von al-Quds sowie im blockierten Gazastreifen mehr als 220 Palästinenser getötet, darunter mehr als 50 Kinder.
Nach Angaben der Vereinten Nationen ist die Zahl der Palästinenser, die in diesem Jahr vom israelischen Regime im besetzten Westjordanland getötet wurden, die höchste seit 16 Jahren.