Außenministerium: Tötung junger Palästinenser durch Israel „organisierter Staatsterrorismus“
Ramallah (ParsToday) - Das palästinensische Ministerium für auswärtige Angelegenheiten hat die jüngste Ermordung von zwei jungen Palästinensern während eines nächtlichen Überfalls auf ein Dorf in der Nähe der Stadt Dschenin im besetzten Westjordanland durch das israelische Regime scharf angeprangert.
In einer am Montag veröffentlichten Erklärung machte das Ministerium das Besatzungsregime für die Folgen seiner Aktionen voll verantwortlich.
Dieses Verbrechen ist „organisierter Staatsterrorismus und kontinuierliche israelische Versuche, das Gebiet in eine Eskalations- und Gewaltspirale zu stürzen, mit dem Ziel, eine politische Lösung des Konflikts zu verhindern, sich seinen Verpflichtungen zu entziehen und einen militärischen Ansatz im Umgang mit unserem Volk und ihren Rechten zu verfolgen“, heißt es in der Erklärung.
Die westliche Doppelmoral ermutige Israel, die schrittweise Annexion des besetzten Westjordanlandes, einschließlich Ost-al-Quds, fortzusetzen, sagte das Ministerium und fügte hinzu, es verfolge die Verbrechen Israels vor den zuständigen internationalen Gerichten, einschließlich des Internationalen Strafgerichtshofs (ISTGH).
Der palästinensische Premierminister Mohammad Shtayyeh machte Israel auch voll verantwortlich für die Auswirkungen, die sich aus den täglichen Morden und Überfällen ergeben könnten.
„Dieses Verbrechen spiegelt das Denken und Verhalten der Täter wider, die ihre Verbrechen fortsetzen, ohne Angst haben zu müssen, zur Rechenschaft gezogen oder bestraft zu werden“, so der Ministerpräsident.
Er forderte die Länder, die für die Beantragung eines Rechtsgutachtens des Internationalen Gerichtshofs (IGH) zum Recht des palästinensischen Volkes auf Selbstbestimmung gestimmt haben, auf, unverzüglich Maßnahmen zum Schutz des palästinensischen Volkes zu ergreifen.
Hamas: Blut der Märtyrer wird neue Intifada (Aufstand) entfachen
Als Reaktion auf die Morde sagte die palästinensische Widerstandsbewegung Hamas , jeder Tropfen palästinensischen Blutes werde eine neue Intifada gegen das Regime entfachen.
„Die israelische Eskalation gegen unser Volk wird nur ihre Entschlossenheit stärken, dem Terrorismus und Faschismus der neuen israelischen Regierung entgegenzutreten“, sagte die im Gazastreifen ansässige Bewegung.
Früher am Montag sagten palästinensische medizinische Quellen, dass die Todesfälle verursacht wurden, als israelische Truppen das Dorf Kafr Dan westlich von Dschenin stürmten.
Sie identifizierten ein Opfer als Muhammad Samer Hoshieh, 21, aus der nahe gelegenen Stadt Yamoun, der starb, nachdem er von scharfen Kugeln in die Brust getroffen worden war. Der zweite wurde als der 17-jährige Fuad Mahmoud Ahmed Abed aus Kafr Dan identifiziert, der an Bauch- und Oberschenkelverletzungen erlag.
Acht weitere Palästinenser wurden bei dem Angriff verletzt.
Israelische Streitkräfte führten die Razzia durch, um die Häuser von zwei palästinensischen Märtyrern zu zerstören.
In den vergangenen Monaten haben israelische Truppen und Siedler die Angriffe auf die Palästinenser in den besetzten Gebieten erheblich intensiviert.
Die Nachrichten- und Analyse-Website Middle East Eye berichtete, dass 2022 das tödlichste Jahr für die Palästinenser im Westjordanland und im blockierten Gazastreifen seit der Zweiten Palästinensischen Intifada war, die 2005 endete.