Premier: Saudische Koalitionstruppen kontrolliert alle Ölfelder und Naturreserven des Jemen
Sanaa (ParsToday) - Der jemenitische Premierminister gab an, dass die saudischen Streitkräfte und ihre verbündeten Takfiri-Kämpfer die Kontrolle über Ölfelder und natürliche Reserven im Jemen haben und für das anhaltende Elend in dem vom Krieg heimgesuchten arabischen Land voll verantwortlich sind.
Abdulaziz bin Habtoor sagte, dass die in Sanaa ansässige Regierung nur 7% der gesamten Einnahmen aus natürlichen Ressourcen erhält, berichtete der arabischsprachige Fernsehsender al-Masirah im Jemen.
Er sagte, jemenitische Amtsträger hätten „Reformen zur Bekämpfung von Korruption durchgeführt“, und fügte hinzu, dass die Hohe Antikorruptionskommission in dieser Hinsicht trotz erheblicher Bemühungen des Riad-Regimes und seiner Verbündeten, jemenitische Institutionen und Organisationen zu schließen, großes geleistet habe.
Bereits am 2. Juli letzten Jahres sagte Habtoor, Washington versuche aggressiv, die Kontrolle über Energiereserven und Häfen in den östlichen Provinzen Hadhramaut und al-Mahrah im Jemen zu erlangen und sie zu plündern.
Der jemenitische Premierminister verurteilte auch einen damaligen Besuch des US-Botschafters in den energiereichen östlichen Provinzen des Landes aufs Schärfste und sagte, dass die Reise von Steven Fagin in den Rahmen des US-Versuchs fiele, die Ölquellen und Häfen des Jemen zu kontrollieren.
Der jemenitische Premierminister betonte, dass den Plänen der saudischen Besatzer in den beiden Provinzen direkt entgegengetreten werden müsse, und lobte den Widerstand und die Standhaftigkeit der Bevölkerung angesichts der von Saudi-Arabien angeführten feindseligen Aktionen und Pläne, die eine flagrante Verletzung der Souveränität des Jemen darstellen.
Der Jemen lobt Omans Rolle im Friedensprozess
Unterdessen begrüßte Mahdi al-Mashat, Vorsitzender des Obersten Politischen Rates des Jemen, Omans Bemühungen, den Friedensprozess im Jemen voranzubringen.
Er setzte bei einem Treffen mit dem Vorsitzenden des Allgemeinen Volkskongresses in Sanaa Akzente.
Letzte Woche traf eine Delegation des Sultanats Oman im Jemen ein, um mit den Regierungsverantwortlichen in Sanaa zu verhandeln.
Die omanischen Delegierten machten bei dem Treffen mit den jemenitischen Funktionären Vorschläge zur Verlängerung des von den Vereinten Nationen vermittelten Waffenstillstands im Jemen und führten auch Konsultationen zur Schaffung eines umfassenden Friedens durch.
Saudi-Arabien hat im März 2015 in Zusammenarbeit mit seinen arabischen Verbündeten und mit Waffen- und Logistikunterstützung der USA und anderer westlicher Staaten den verheerenden Krieg gegen den Jemen begonnen.
Ziel war es, die populäre Ansarullah-Widerstandsbewegung zu zerschlagen, die in Ermangelung einer funktionierenden Regierung im Jemen die Staatsgeschäfte geführt hat, und das Riad-freundliche Regime von Abed Rabbo Mansour Hadi wieder einzusetzen.
Während die von Saudi-Arabien geführte Koalition keines ihrer Ziele erreicht hat, hat der Krieg Hunderttausende Jemeniten getötet und die schlimmste humanitäre Krise der Welt ausgelöst.