Palästina fordert praktische Maßnahmen der Weltgemeinschaft gegen Äußerungen israelischen Finanzministers
Ramallah (ParsToday/IRNA) - Der Außenminister der Palästinensischen Autonomiebehörde Riyad al-Maliki hat die Länder, die jüngst die Äußerungen des israelischen Finanzministers Bezalel Smotrich verurteilt haben, aufgefordert, auch praktische Maßnahmen gegen die Besatzung zu ergreifen.
"Die Welt sollte nicht nur die Äußerungen von Bezalel Smotrich, dem radikalen zionistischen Finanzminister, verurteilen", sagte al-Maliki am Sonntag in Ramallah.
"Die Angriffe der Siedler und ihre Verbrechen begannen nicht erst in Huwara und haben ihren Ursprung nicht in den letzten Tagen, sondern ihre Verbrechen, Tötungen, Zerstörungen in Palästina sind kontinuierlich", fügte er hinzu.
Nach jedem Verbrechen der Zionisten fordern die Palästinenser die Welt laut auf, diese zu stoppen und zu verurteilen, aber sie erhalten keine Antwort, so al-Maliki weiter.
Deshalb sei es notwendig, nicht nur die Äußerungen Smotrichs zu verurteilen, sondern die Besatzung der Zionisten müsse verurteilt und kriminalisiert werden, so der Außenminister der Palästinensischen Autonomiebehörde.
Der zionistische Finanzminister hatte kürzlich gefordert, die palästinensische Kleinstadt Huwara im Westjordanland auszuradieren.
Smotrich, der auch für den Siedlungsbau im Westjordanland zuständig ist, hatte auf einer Konferenz der Wirtschaftszeitung 'The Marker' gesagt: "Ich denke, Huwara muss ausradiert werden."
In einer Erklärung forderte auch die Europäische Union angesichts der Spannungen in den besetzten Gebieten die Einstellung solcher Äußerungen.
Das Büro der Europäischen Union in Al-Quds (Jerusalem) erklärte, dass die Äußerungen von Bezalel Smotrich, dem israelischen Finanzminister, "inakzeptabel" und eine "Aufstachelung zu willkürlicher Gewalt in einer sehr angespannten Situation" seien.