Deutsche Außenministerin fordert tiefere Zusammenarbeit mit Irak
Bagdad (IRNA/ParsToday) - Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock hat zu Beginn eines 4-tägigen Besuchs im Irak weitere deutsche Unterstützung für das Land angekündigt.
Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit ihrem irakischen Amtskollegen Fuad Hussein am Dienstag in Bagdad sagte Baerbock, Deutschland fordere eine tiefere Zusammenarbeit mit dem Irak.
Der Irak bleibe „Schlüsselfaktor für die Stabilität der Region“, sagte die Grünen-Politikerin.
Baerbock sagte weiter, ihre viertägige Reise in den Irak sei die längste Auslandsreise, die sie bisher gemacht habe. Sie verwies auf 4,3 Milliarden Euro an Finanzhilfen, mit denen Deutschland seit 2014 geholfen habe, den Irak nach dem Ende der IS-Herrschaft über Teile des Landes zu stabilisieren.
Deutschland halte an der Seite Iraks und der internationalen Partner den Verfolgungsdruck gegen den IS aufrecht, so Baerbock weiter.
Sicherheit, Stabilität, die Frage der jesidischen Kurden und die Zusammenarbeit beim Klimawandel sind nach ihren Angaben weitere Schwerpunkte ihrer Verhandlungen in Bagdad.
Der irakische Außenminister dankte seinerseits für die fortgesetzte Unterstützung aus Deutschland, unter anderem beim Aufbau von durch den Kampf gegen den IS zerstörten Städten wie Mossul.
Auch US-Verteidigungsminister Lloyd Austin traf am Dienstag zu einem Überraschungsbesuch in Bagdad ein und bot eine Fortsetzung des Militäreinsatzes in diesem Land an. Die US-Verbände seien „bereit zu bleiben“, wenn es eine entsprechende Einladung der irakischen Regierung gebe, sagte Austin.
Austin behauptete auf Twitter, er befinde sich im Irak, um die strategische Partnerschaft zwischen den USA und dem Irak zur Herstellung der Sicherheit, Stabilität und in Richtung der Souveränität des Irak zu festigen.