Pakistanisches Gericht ordnet Freilassung von Imran Khan an
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Islamabad - Ein pakistanisches Gericht hat die Freilassung des ehemaligen Premierministers Imran Khan gegen Kaution für zwei Wochen angeordnet, nachdem seine Festnahme zu tödlichen Unruhen im Land geführt hatte.
(last modified 2025-01-01T12:50:18+00:00 )
May 12, 2023 12:31 Europe/Berlin
  • Pakistanisches Gericht ordnet Freilassung von Imran Khan an

Islamabad - Ein pakistanisches Gericht hat die Freilassung des ehemaligen Premierministers Imran Khan gegen Kaution für zwei Wochen angeordnet, nachdem seine Festnahme zu tödlichen Unruhen im Land geführt hatte.

Die Anordnung erging am Freitag, nachdem der Oberste Gerichtshof seine Festnahme für „ungültig und rechtswidrig“ erklärt hatte.

„Das Gericht hat eine zweiwöchige Kaution gewährt“, sagte Khans Anwalt Faisal Chaudhry vor Reportern.

Khan traf am Freitag unter strengen Sicherheitsvorkehrungen vor dem Gericht in Islamabad ein, als seine Anhänger anderswo in der Hauptstadt mit der Polizei zusammenstießen. Seit Khans Inhaftierung am Dienstag wurden fast 2.000 Menschen wegen Gewalt festgenommen und mindestens acht getötet.

Die von Khan geführte Partei Pakistan Tehreek-e-Insaaf (PTI) sagte, Tausende „friedlicher Pakistaner“ würden sich in Islamabad versammeln, um Solidarität mit ihrem Führer zu zeigen.

Seine Festnahme Anfang dieser Woche, die im Land tödliche Unruhen auslöste, wurde am Donnerstag vom Obersten Gerichtshof für nichtig und rechtswidrig erklärt. Der Oberste Gerichtshof ordnete an, dass er vor dem Obersten Gerichtshof von Islamabad erscheinen sollte, damit seine Petition gegen die Antikorruptionsklage gegen ihn angehört werde.

Die aus Khans Verhaftung resultierende Gewalt hat die Instabilität in dem Land mit 220 Millionen Einwohnern in einer Zeit schwerer Wirtschaftskrise mit hoher Inflation, geringem Wachstum und Verzögerungen bei der IWF-Finanzierung erhöht.

Demonstranten griffen militärische Einrichtungen an, plünderten das Haus eines hochrangigen Armeegenerals in der östlichen Stadt Lahore und zündeten an anderen Orten Regierungsgebäude und Grundstücke an.

Khan wurde verhaftet nachdem das Militär, das großen Einfluss im Land hat, Khan einen Tag zuvor dafür kritisiert hatte, einen hochrangigen Offizier beschuldigt zu haben, ihn töten zu wollen, und den ehemaligen Armeechef für seinen Sturz im vergangenen Jahr verantwortlich gemacht zu haben.

Die Armee hat Khans Anhänger gewarnt, dass sie entschlossen reagieren wird, wenn es zu weiteren Angriffen auf sein Eigentum kommt. Unterdessen erklärte Khans Partei, sie habe lediglich zu friedlichen Protesten aufgerufen.