Gaza-Retter suchen nach Opfern nach israelischen Luftangriffen auf Dschabalia
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Gaza (AFP) - Palästinensische Retter suchten am Mittwoch in Gaza nach Opfern, nachdem israelische Luftangriffe auf das Flüchtlingslager Dschabalia gerichtet waren und Berichten zufolge Hunderte getötet hatten.
(last modified 2025-01-01T12:50:18+00:00 )
Nov 02, 2023 12:20 Europe/Berlin

Gaza (AFP) - Palästinensische Retter suchten am Mittwoch in Gaza nach Opfern, nachdem israelische Luftangriffe auf das Flüchtlingslager Dschabalia gerichtet waren und Berichten zufolge Hunderte getötet hatten.

Aufnahmen zeigen beschädigte Gebäude und wie Rettungskräfte und Einheimische, Opfer aus den Trümmern ziehen und sie mit Decken zudecken.

Berichten zufolge traf am Dienstag ein israelischer Luftangriff Wohnblöcke in einem Wohngebiet des Flüchtlingslagers Dschabalia.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sollen etwa 400 Menschen getötet oder verletzt worden sein. Erste Berichte der Gaza-Behörden deuteten darauf hin, dass die israelischen Luftangriffe auf das Lager mindestens 50 Opfer forderten. Lokalen Medienquellen zufolge deuten spätere Schätzungen jedoch darauf hin, dass die Zahl der Todesopfer möglicherweise 100 erreicht hat und weiter steigt.

Eine Erklärung des militärischen Flügels der Hamas bestätigte außerdem den Tod von sieben Gefangenen, darunter drei Personen mit ausländischen Pässen.

Laut einem IDF-Sprecher bestätigte die israelische Seite die Angriffe und gab an, dass sie einen hochrangigen Hamas-Kommandanten in der Region ins Visier genommen hätten.

Die Hamas startete am Samstag, dem 7. Oktober, einen Überraschungsangriff auf Israel und feuerte Tausende von Raketen ab, als ihre Militanten am Boden in israelisches Territorium vordrangen. Die Hamas bezeichnete dies als „Operation Al-Aqsa-Sturm“ und als Vergeltung für die jahrzehntelangen Gewalttaten des israelischen Besatzerregimes gegen die Palästinenser.

Israel reagierte mit Luftangriffen auf den Gazastreifen und gab eine formelle Kriegserklärung an die Hamas ab, in der es die Bewohner aufforderte, ihre Häuser zu verlassen. Das Militär behauptete, Hamas-Standorte würden angegriffen.

Israels Militärminister Yoav Gallant kündigte außerdem eine „vollständige Blockade“ des Gazastreifens und die Unterbrechung von Strom, Nahrungsmitteln und Wasser an.