Tiefe Spaltung unter den US-Republikanern über Trumps Plan für Venezuela
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US-Präsident Donald Trump
ParsToday – Eine amerikanische Publikation erörterte in einem Artikel die tiefe Spaltung unter den US-Republikanern hinsichtlich Trumps Plan für Venezuela.
Die Zeitung Politico schrieb in einem Artikel: Die Möglichkeit einer US-Militärintervention in Venezuela hat die Spaltung innerhalb der Republikanischen Partei erneut offengelegt; eine Spaltung zwischen Hardlinern, die eine ausländische Intervention befürworten, und einer Fraktion, die solche Maßnahmen ablehnt. Laut ParsToday zeigt diese Spaltung, dass die außenpolitischen Allianzen im Trump-Lager sehr flexibel sind.
Auf der einen Seite haben Trumps Drohungen gegen den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro Unterstützung von traditionellen Interventionisten wie Lindsey Graham und Mike Pence erhalten. Graham forderte verstärkte Angriffe auf Venezuela, und Pence ging sogar so weit, Maduros Absetzung ins Spiel zu bringen. Beide hatten zuvor Trumps Auslandseinsätze unterstützt, darunter die israelischen Luftangriffe auf iranische Atomanlagen im Juni 2025.
Unterdessen haben einige Republikaner aus Südflorida, wie María Elvira Salazar und Mario Diaz-Balart, Maduros Absetzung offen unterstützt. Diese Haltung unterstreicht die Bedeutung des Themas für die venezolanische Diaspora in der Region. Andererseits lehnen „America First“-Nationalisten wie Steve Bannon und Tucker Carlson sowie interventionistische Libertäre wie Rand Paul diesen Ansatz ab. Sie befürchten, dass ein solcher Schritt die Vereinigten Staaten in einen kostspieligen Krieg zum Sturz des venezolanischen Regimes verwickeln könnte – dieselben Bedenken, die sie auch im Hinblick auf einen Angriff auf Iran hatten.
Interessanterweise ist die Zusammensetzung von Gegnern und Befürwortern diesmal anders. Einige Befürworter eines Angriffs auf Iran haben sich nun denjenigen angeschlossen, die eine Intervention in Venezuela ablehnen. So hat sich beispielsweise Laura Loomer, die zuvor mit Carlson wegen Iran aneinandergeraten war, ihm nun angeschlossen und warnt davor, dass ein Sturz Maduros die Kosten für den Wiederaufbau des Landes den amerikanischen Steuerzahlern aufbürden und China mehr Einfluss verschaffen würde.
Richard Grenell, Trumps Sondergesandter, hat sich ebenfalls der Opposition angeschlossen. Zuvor hatte er sich für einen Angriff auf Iran ausgesprochen, doch im Venezuela-Konflikt betonte er die Notwendigkeit einer diplomatischen Lösung. Obwohl die Regierung seine Kontakte zu Caracas ausgesetzt hat, hält Grenell weiterhin an der Möglichkeit einer friedlichen Einigung fest.
Die Anti-Interventionsgruppe hat auch Unterstützung von einigen Anti-Einwanderungs-Aktivisten erhalten, die befürchten, dass die eskalierende Krise in Venezuela eine neue Einwanderungswelle in die Vereinigten Staaten auslösen und die restriktive Politik der Regierung untergraben wird.
Es gibt mehrere Gründe für diese Verschiebung des Machtgleichgewichts: – Die Bedeutung des Themas für hispanische Wähler, insbesondere für Venezolaner in Florida. – Venezuelas geografische Nähe zu den Vereinigten Staaten, die direktere Auswirkungen hat. – Und im Gegensatz zu Iran ist die Krise nicht mit der heiklen Frage der Unterstützung Israels verbunden.
Schließlich erklärt die Trump-Regierung offiziell, ihr Ziel sei die Bekämpfung von „Drogenhändlern“ und sie habe nicht die Absicht, Maduro zu stürzen. Gleichzeitig verstärkt sie ihre Militärpräsenz in der Region und diskutiert hinter den Kulissen über die Zeit nach Maduro. Aus diesem Grund bleibt die politische Lage unter den amerikanischen Republikanern unübersichtlich und unsicher.