Was wissen wir über psychologischen US-Terrorismus?
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ParsToday- In den letzten Jahren wurde der Begriff „amerikanischer psychologischer Terrorismus“ insbesondere gegen einige Länder in Lateinamerika und Asien verwendet.
(last modified 2026-01-03T11:28:32+00:00 )
Dez 23, 2025 09:57 Europe/Berlin
  • Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro
    Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro

ParsToday- In den letzten Jahren wurde der Begriff „amerikanischer psychologischer Terrorismus“ insbesondere gegen einige Länder in Lateinamerika und Asien verwendet.

Laut ParsToday bezeichnet psychologischer Terrorismus eine Reihe von Maßnahmen der USA, die darauf abzielen, Angst, psychische Instabilität und psychologischen Druck auf Regierungen und Nationen auszuüben, die sich der Politik Washingtons widersetzen. Diese Maßnahmen sind nicht nur militärischer Natur, sondern umfassen eine Kombination aus Medienkriegsführung, direkten Drohungen, Wirtschaftssanktionen und psychologischen Operationen. Gemeinsam sollen sie den Willen von Nationen und ihren Führern schwächen.

Ein deutliches Beispiel hierfür ist in Venezuela zu beobachten. So erklärte der venezolanische Präsident Nicolás Maduro am 21. Dezember, sein Land habe in den vergangenen 25 Wochen psychologischen Terrorismus und Piraterie bekämpft und besiegt. Er betonte wiederholt, dass Venezuela einer vielschichtigen Aggression der USA ausgesetzt sei, die von psychologischem Terrorismus bis hin zur Entführung von Öltankern reiche. Maduro zufolge nutzt Washington militärische Drohungen und die Beschlagnahmung von Öltankern, um die venezolanische Bevölkerung einzuschüchtern und die Regierung zum Rückzug zu zwingen. Diese Aktionen wurden im Rahmen der Operation „Southern Spear” in der Karibik und im Pazifik durchgeführt, bei der Dutzende Schiffe angegriffen und mehrere Öltanker beschlagnahmt wurden.

Der psychologische US-Terrorismus beschränkt sich nicht nur auf militärische Drohungen. Auch westliche Medien und soziale Netzwerke sind Teil dieser Kampagne. Beispiele hierfür sind die Verbreitung bedrohlicher Nachrichten und Gerüchte über den bevorstehenden Zusammenbruch von Regierungen sowie der Einsatz neuer Technologien wie KI-generierter Videos, die das Versagen oder die Schwäche von Staatsführern suggerieren sollen.

Der amerikanische psychologische Terrorismus hat drei Hauptachsen: Erstens, wirtschaftlicher Druck durch Sanktionen und das Einfrieren von Vermögenswerten, Zweitens, militärische Drohungen und die Präsenz amerikanischer Streitkräfte in sensiblen Gebieten und Drittens, Medien- und Propagandakrieg zur Schwächung des Öffentlichkeitsgeistes.

In Venezuela haben die Ölsanktionen und die Beschlagnahmung von Tankern nicht nur die Wirtschaft des Landes belastet, sondern sollen der Bevölkerung auch die Botschaft vermitteln, dass ihr eine Zukunft voller Krisen bevorstehe. Darüber hinaus stellt die Stationierung von US-Kriegsschiffen und U-Booten vor der Küste Venezuelas eine klare Bedrohung für die nationale Sicherheit des Landes dar. Schließlich ist auch die weitverbreitete Propaganda in westlichen Medien, die Maduro als gescheiterten Staatschef darstellen, Teil desselben psychologischen Terrorismus.

Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass diese Strategien nicht immer erfolgreich sind. In Venezuela mobilisierten sich Millionen von Arbeitern und Bauern in ihren Gemeinden, anstatt zu kapitulieren. Sie erklärten ihre Bereitschaft, sich bewaffnet der amerikanischen Bedrohung entgegenzustellen. Diese Reaktion zeigt, dass psychologischer Terrorismus das Gegenteil bewirken kann: Er stärkt den nationalen Zusammenhalt, anstatt ihn zu schwächen.

Washington weiß genau, dass die Kosten eines direkten Krieges sehr hoch wären, und versucht daher, gegnerische Regierungen mit psychologischen und indirekten Mitteln zu schwächen. Diese Strategie wurde auch gegenüber Iran, Kuba und Nordkorea verfolgt. In all diesen Fällen versuchten die USA, den Willen der Nationen durch eine Kombination aus militärischen Drohungen, Wirtschaftssanktionen und Medienkrieg zu brechen. Doch die Realität sieht so aus: Nationen, die eine Geschichte des Widerstands gegen Kolonialismus und Fremdherrschaft haben, lassen sich von diesen Kampagnen nicht beeindrucken.

Gleichzeitig sollte der amerikanische psychologische Terrorismus als eine Form des „sanften Krieges” betrachtet werden, der darauf abzielt, das Verhalten von Regierungen ohne militärische Besetzung zu verändern. Dabei werden wirtschaftliche, militärische und mediale Mittel genutzt, um Angst, Misstrauen und psychologische Zerrüttung in den Zielgesellschaften zu erzeugen. Wie das Beispiel Venezuela jedoch zeigt, können Widerstand in der Bevölkerung und politisches Bewusstsein diese Strategien neutralisieren.