Französische Zeitung „Libération“: Die neue Generation Frankreichs steht hinter Gaza
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Die neue Generation Frankreichs steht hinter Gaza
ParsToday – Die französische Tageszeitung Libération hat in einem Bericht die tiefgreifenden Veränderungen in den politischen Einstellungen der jungen Generation Frankreichs im Hinblick auf die Entwicklungen in Palästina untersucht.
Zuvor hatten Nachrichtenquellen berichtet, dass Zehntausende Menschen in Paris, der Hauptstadt Frankreichs, zur Unterstützung der Palästinenser auf die Straße gegangen sind und Parolen wie „Von Paris bis Palästina – Widerstand“ skandierten. Wie ParsToday berichtet, schreibt Libération, dass eine neue Generation junger Französinnen und Franzosen in ihren Zwanzigern unter dem anhaltenden Einfluss von Bildern und Videos des Krieges in den sozialen Netzwerken zunehmend aktiv Partei für die Menschen in Gaza ergreift. Dies zeige einen tiefgreifenden und grundlegenden Wandel im politischen Bewusstsein der Jugend Frankreichs.
Weiter heißt es in dem Bericht, die offensichtliche Ungleichbehandlung und Diskriminierung im Umgang mit humanitären Fragen habe viele junge Menschen dazu veranlasst, ihre passive Beobachterrolle aufzugeben und sich aktiv an Demonstrationen und Aktionen auf der Straße zu beteiligen.
Ziel dieser jungen Aktivisten sei es demnach, das tragische Schicksal der Palästinenser anzuprangern und gegen die wiederholten Verletzungen des Waffenstillstands seit dessen Inkrafttreten zu protestieren.
Der Bericht fügt hinzu, dass der Krieg gegen Gaza das Gewissen vieler Studierender an renommierten Universitäten Frankreichs erschüttert habe und akademische Einrichtungen zunehmend zu Zentren des Protests und der politischen Aufklärung geworden seien.
Auch die französische Zeitung Le Figaro berichtete, dass im vergangenen Monat große Menschenmengen wiederholt zwischen dem Place de la République und dem Place de la Nation in Paris demonstrierten und Slogans wie „Von Paris bis Gaza – Widerstand!“ sowie „Gaza, Gaza – Paris steht an deiner Seite!“ riefen. An diesen Demonstrationen nahmen auch mehrere linke politische Persönlichkeiten teil, darunter Jean-Luc Mélenchon, Vorsitzender der Partei La France insoumise.
Gleichzeitig erklärte Anne Tuaillon, Vorsitzende der Vereinigung Frankreich-Palästina-Solidarität (AFPS), gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, man dürfe nicht vergessen, dass sieben Wochen nach Inkrafttreten des Waffenstillstands am 10. Oktober noch immer nichts gelöst sei. Sie verurteilte die aus ihrer Sicht beispiellose Beschleunigung der Siedlungsaktivitäten im besetzten Westjordanland sowie die zunehmende Gewalt von Siedlern und betonte: Sanktionen seien notwendig – sie seien der einzige Weg, um Israel zur Einhaltung des internationalen Rechts zu zwingen.